„Dellamorte Dellamore“ ist eine italienische Zombiekomödie die wohl auf Grund des Erfolges von „Braindead“ gedreht wurde. Der Film erreicht aber nicht einmal ansatzweise den Unterhaltungswert des oben genannten Films. Und nach den überaus guten Kritiken hatte ich doch etwas mehr erwartet.
Francesco Dellamorte (Rupert Everett) und sein etwas zurückgebliebener Assistent Gnaghi (François Hadji-Lazaro) sind Friedhofswächter. Dabei verbuddeln sie die Leichen zwar, doch aus irgend einem Grund erheben diese sich 7 Tage später aus ihren Gräbern wieder und kehren als lebende Tote zurück. Daraufhin greift Francesco jedes Mal zur seiner Waffe oder eben Schaufel und sie mit einem Kopftreffer außer Gefecht zu setzen. Als sich jedoch seine Verliebte auch in eine der Untoten verwandelt, verliert er fast den Verstand und irrt desillusioniert in der Gegend umher. Bald gibt es weitere Todesfälle und Francesco und Gnaghi geraten in den Verdacht diese umgebracht zu haben.
Somit wäre schon soweit alles zur Geschichte gesagt, denn all zuviel Ideen und Überraschungen bietet der Film nicht. Denn warum die Toten immer nach 7 Tagen aus ihren Gräbern erwachen wird nicht erklärt. Somit ist der Film voll und ganz auf die beiden Protagonisten fixiert und wir verfolgen deren tägliche Arbeit inkl. deren Probleme im Alltag oder in der Stadt. Denn so ziemlich keiner schenkt Francesco und seinen wirren Stories über Untote die auf seinem Friedhof herumspucken glauben. In der Stadt wird er von anderen Bewohnern beschimpft und beleidigt.
Somit wird man als Zuschauer durch die Erzählung seitens Francesco über den Filmverlauf aufgeklärt um so den Einstieg in die Geschichte zu bekommen. Doch leider ist der Film etwas zu zäh geraten und es mangelt ihm an Tempo. Dafür gibt es ihm Film einige Lacher, vor allem wenn die Zombies über beide herfallen und Köpfe mit allen möglichen scharfen Gegenständen aufgespießt werden. Die FX sehen auch wirklich Klasse aus und sind obwohl es sich hier um einen Low Budget Film handelt sehr aufwendig gemacht. Blut fließt auch ab und an mal, nur sind diese Szenen meist schnell geklärt und einfach von zu geringer Anzahl, so dass wenn mal Freude aufkommt, diese schnell wieder verblasst.
Somit sind die Splattereffektszenen etwas zu rar während des Films verteilt, so dass Längen sich nicht vermeiden lassen. Denn dazwischen ist nicht all zu viel los und der Film kann in den ruhigen Momenten in denen mal nichts passiert nur bedingt punkten.
Die Liebesszenen mit Francesco und der Unbekannten Schönen ziehen sich während des Films etwas in die Länge und auch hier wäre weniger mehr gewesen.
Rupert Everett liefert als Francesco Dellamorte eine tolle Vorstellung ab, kann aber gegen das einfallslose Script nicht viel ausrichten. Dennoch ist er eine Art Antiheld und hat die Sympathien des Zuschauer auf seiner Seite.
François Hadji-Lazaro spielt den unterbelichteten Trottel und Helfer Gnaghi und man kann sich manchmal einfach über ihn tot lachen, so unfreiwillig komisch ist er.
Der Rest der Schauspieler spielt durchschnittlich und es gibt keinen der wirklich negativ auffällt.
„Dellamorte Dellamore“ fällt schlechter aus als erwartet, denn die ganze Zeit wartet man bis es endlich mal los geht, aber Regisseur Michele Soavi brenzt das Tempo regelmäßig aus. Dabei fragt man sich warum? Die Story bietet keinerlei Überraschungen und Wendungen als das sie so wichtig ist und in der Vordergrund treten müsste. Die Spannungskurve bekommt der Film auch nicht hin, dafür ist der Score zufriedenstellend und sorgt wenigstens für etwas Friedhofsfeeling. Die Gore-FX können sich sehen lassen, sind aber eher von geringer Anzahl.
Somit ist der Film kein Totalausfall und man kann sich ihn mal anschauen aber der Wiedersehenswert ist sehr gering.
Schade hätte man mehr draus machen können.