"DellaMorte DellaMore" erzählt die Geschichte des Friedhofgärtners Francesco Dellamorte und dessen geistig zurück gebliebenen Assistenten Naghi. Der Friedhof, den die beiden pflegen hat eine Besonderheit: Einige der Toten, die dort begraben wurden, kehren nach sieben Tagen wieder auf die
Erde zurück. Natürlich als mordende Zombies. Francesco hat bereits gelernt mit diesem Ägerniss umzugehen. Zombies zu erschießen ist für ihn Alltag.
Als seine Geliebte von ihrem Verstorbenen Eheman getötet wird muss er auch sie begraben. Auch eine Gruppe von Motoradfahrern, die von einem Bus mit Pfadfindern überfahren wird, der anschließend von der Straße abkommt, wird dort beigesetzt. Francesco bekommt bald jede Menge zu tun. Er muss sich mit den Zombies der Pfadfinder, der Motoradfahrer und seiner Geliebten auseinandersetzten. Ein blutiger Kampf beginnt.
Francesco gleitet immer mehr und mehr in einen Albtraum hinein, aus dem es kein Entkommen gibt...
"DellaMorte DellAmore" ist einer der besten Zombiefilme, die ich je gesehen habe! Man könnte ihn am Besten wohl als eine philosophische Horror-Tragikomödie bezeichnen. In diesem Film fließen die verschiedensten Elemente zusammen: Es gibt tragische Szenen, wie die, in der Francesco klar wird, dass er
seine Geliebte selbst umgebracht hat. Oder auch die Figur des geistig zurück gebliebenen Assistenten Naghi. Zwar sorgt dieser auch immer wieder für ein paar ordentliche Lacher in dem Film, aber dennoch ist er ein bedauernswerter Mensch und DIE tragische Person des Films. Viele würden wohl einfach nur
über ihn und das was er tut lachen, aber mir tut er oft nur leid.
Zwischendurch gibt es auch immer wieder Gelegenheit zum Schmunzeln. Ob Aufgrund eines Dialoges ("Mein Name ist Francesco DellaMorte. Gruseliger Name, was? Ich dachte schon daran ihn zu ändern. André würde bestimmt netter klingen.") oder aufgrund einer einfach nur witzigen Szene, wie der, in der der Kopf der Tochter des Bürgermeisters, Naghi hinterher kriecht.
Der Humor steht natürlich im krassen Gegensatz zu den wirklich genial gemachten Zombies. Nie sahen lebende Tote besser aus als in "DellaMorte DellAmore"! Durchzogen mit Wurzeln, Narben im Gesicht, von oben bis unten dreckig, und hier und da fehlt mal ein Auge. Die Masken sind absolut genial!
Auch sonst stimmt die Atmosphäre in diesem Film. Der stehts vernebelte Friedhof, vermoderte Steinkreuze, und die aus den Gräbern kommenden Toten... Einfach klassisch! Genau das, was ich von einem Horrorfilm über Untote erwarte.
Für einen nicht indizierten Film hat "DellaMorte DellAmore" auch einige wirklich gute und harte Splatterszenen, bei denen jeder Fan des Genres voll auf seine Kosten kommt.
Weiterhin kann der Film mit einigen wirklich philosophischen, tiefgründigen Momenten aufwarten. Wie zum Beispiel die Gedanken Francescos, als er die geliebte von Claudio erschießt: "Die lebenden Toten und die sterbenden Lebenden... wie ähnlich sie sich sind. Weizenähren unter der Sense."
Der philosophische Höhepunkt kommt natürlich ganz am Ende des Films, als Francesco feststellt, dass der Rest der Welt nicht existiert! Ein wirklich interessantes und unerwartetes Ende, über das man stundenlang reden und interpretieren kann. Ich finde jeder sollte seine eigene Bedeutung des Endes herausfinden.
Fazit:
"DellaMorte DellAmore" ist ein klassischer kurzweiliger Zombiefilm zum Schmunzeln, zum Nachdenken und zum Gruseln. Es macht immer wieder Spaß ihn sich anzuschauen. Sei es alleine oder bei einem DVD-Abend mit Freunden und ein paar Bier.
8 von 10 Punkten