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Die hierzulande recht unpopuläre Teenager-Komödie "No Night Stand" von George Huang kann sich durchaus sehen lassen, auch wenn die Grundthematik, die verzweifelte Suche nach einem Kondom, zugegebenermaßen inhaltlich nicht viel hergibt. Glücklicherweise ist dies jedoch nur der Aufhänger, damit Hauptprotagonist Brad (Will Friedle) hier von einer Katastrophe in die nächste rutschen kann, wobei die eigentliche zu erledigende kleine Sache zu einem chaotischen Abenteuer mutiert. Und was Brad hierbei alles widerfährt, ist durchaus unterhaltsam; teilweise sogar überraschenderweise sehr amüsant.

Regisseur George Huang inszenierte den Spaß technisch solide und postierte den Kameramann recht gut, sodass dieser auch einige eher ungewöhnliche und zudem heiße Einstellungen einfangen konnte. Noch viel besser ist allerdings das Verstecken Huangs kleiner, witziger, eben unauffälliger Details, die mindestens zweimal, vermutlich auch öfters, auftreten. So ist beispielsweise die Busnummer des von einem reichlich abgedrehten Busfahrer gelenkten Fahrzeugs mit "2525" exakt die selbe wie in "Speed". Weiterhin bereichert ebenfalls noch die ein oder andere inszenatorische Nuance, wie das Zusammenspiel einer Klingel mit der musikalischen Untermalung, den Film.

Etwas negativ ins Gewicht fällt jedoch das klischeereiche, absolut vorhersehbare Happy-End, welches hier zwar das Publikum versöhnlich stimmt, allerdings ziemlich aufgesetzt und unrealistisch daherkommt, da es eine engere, mehr als auf Freundschaft basierende Beziehung zwischen den betreffenden Charakteren bis dato nicht einmal ansatzweise gab. Die sich durchweg zufriedenstellend verkaufenden Darsteller, unter anderem Jennifer Love Hewitt, können dafür natürlich nichts. Wie dem auch sei, "No Night Stand" hat in jedem Fall seine Vorzüge und ist trotz kleinerer Schwächen insgesamt immer noch eine gute Teeniekomödie.

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