Das Jahr 2210. Da auf der Erde die Rohstoffe verbraucht sind, hat sich die Menschheit auf ins All gemacht und ist hier dummerweise auf eine andere Lebensform gestossen, die aus Vampiren besteht und enormen Hunger auf Menschenfleisch hat. Man hat die Vampire Sanitation gegründet, die speziell dafür ausgebildet wird, die Blutsauger und Fleischbeißer zu eliminieren. Eines Tages bekommt man einen Notruf von einer Bergbaukolonie und so macht sich das Team rund um Nicholas Churchill, dem auch eine Halbvampirin angehört, mit ihrem Raumschiff auf, um nach dem rechten zu sehen. Kaum dort angekommen, erwartet die Mannschaft aber das Grauen…
SciFi Horrorfilme gehören aus unerfindlichen Gründen zu einem meiner Lieblingsgenres und als in der Videothek des Vetrauens einem vom Cover her sinngemäß sowas wie Blade in Space entgegenflötet muß man da natürlich zugreifen. Hierbei gehts um die Geschichte einer Spezialeinheit von Vampirjägern, die den fiesen Blutsaugern auf den Pelz rücken, da kann doch einem unterhaltsamen Abend fast nix mehr im Wege stehen. Naja, teilweise zumindest ist das sogar gelungen, die Kämpfe der Vamp-SWAT sind zwar nicht gerade spektakulär aber immerhin unterhaltsam. Leider spielt sich Bloodsuckers sehr dialoglastig ab, teils sogar übertrieben sentimental, die Konflikte innerhalb der Gruppe nehmen hier viel zu viel Zeit in Anspruch, jeder hat irgendwie Vorurteile gegen den anderen und das wird auch ausführlich ausdiskutiert. Etwas mehr Action und weniger rumgezicke hätte dem Werk sicher nicht geschadet, zumal die Schauspieler nu grad auch nicht das gelbe vom Ei sind, da gabs auch im B-Bereich schon Besseres zu sehen, immerhin schaut Michael Ironside auch mal in zwei größeren Szenen um die Ecke, da war wohl mal wieder ein neuer Alimentescheck fällig. Die Produktion hat auch sicher nicht mit überquellenden Geldkoffern geglänzt, die Weltraumeffekte sind zwar absolut in Ordnung, aber der Großteil des Geschehens spielt sich in den üblichen Lagerhallen, Wäldern etc. ab. Die Story ist interessant, leider wurden auch hier zwischen Brainstorming und Drehbeginn Logikbrüche im dutzend billiger eingebaut. So haben die Space Marines zwar Waffen, wie sie in Schwarzenegger Filmen nicht fehl am Platze gewesen wären, aber keiner der Truppe kommt mal auf die Idee Dauerfeuer zu verwenden oder einfach mal ne Granate auf die weiß Gott nicht unzerstörbaren Fledermausjünglinge zu werfen, immer brav mit Einzelschuß kanns ja nicht gut ausgehen. Auch scheint die Menscheit in Zukunft zu blöd zu sein elementar wichtige Rohstoffabbaufabriken auch nur minimal eine Security zu verpassen, fehlt nur noch das "Vampires welcome" Schild an der Tür.
Das Bloodsuckers jetzt nicht völlig abstinkt liegt daran, das die Action eigentlich stimmt, wenn sie denn mal randarf. Lustigerweise gibts da unterschiedliche Vampirarten, zuerst werden die Voorhees (!), anschließend die Leatherfaces (!!) bekämpft, für kleine In-Jokes ist man ja immer dankbar. Alles in allen eine sehr knappe fünf für Bloodsuckers, aber da wäre einiges mehr drin gewesen.
4,5/10