8
Yeah, die Freakshow geht weiter - und diesmal hat sie mir sogar noch besser gefallen. Der löchrige Plot ist nur Mittel zum Zweck: Im liberalen Amsterdam wird völlig unverkrampft ein Feuerwerk an derben Gags abgefackelt, bei dem so manche Minderheit ihr Fett wegbekommt. Deuce Bigalow bleibt trotz aller Schlüpfrigkeiten das liebenswürdige und naive Unschuldslamm, das wir im ersten Teil kennengelernt haben. Dem prüden US-amerikanischen Publikum muss hingegen Europa wie das totale Sündenbabel vorkommen - oder auch wie das Paradies; EUROPEAN GIGOLO ist quasi der Anti-HOSTEL und spielt auf eine augenzwinkernde Weise mit den Vorurteilen und Klischees über die alte Welt. Als unerwarteter Pluspunkt des Sequels erweist sich ausgerechnet Til Schweiger in seiner Nebenrolle: Der nuschelt und ist unfähig wie eh und je, aber nur zu gerne sehen wir ihn als Leiche, die auch noch gefoppt wird.
7
Da war ich im Vorfeld doch sehr kritisch: Der erste Teil ist für mich bis heute einer meiner Lieblingsfilme. Die Kritiken zu Teil 2 ließen ja nichts gutes erahnen. Doch ich wurde im Großen und Ganzen positiv überrascht! Deuce Bigalow reist zu seinem Kumpel T.J. nach Amsterdam. Dieser wird des Mordes an Schlamperichen (männliche Prostituierte) bezichtigt. Um seine Unschuld zu beweisen, muss Deuce Bigalow mal wieder in die Rolle des Callboys schlüpfen. Sehr löblich finde ich, dass hier nicht auf Holzhammer- und Fäkalhumor gesetzt wurde, das war schon beim ersten Teil so und wird auch hier fortgesetzt. O.k., nicht jeder kann über einen Penis als Nase (und Rotz kommt da übrigens nicht raus...) oder eine Katze am Pimmel lachen, aber insgesamt bin ich mit dem Film zufrieden. Zwar kommt er nie und nimmer an den genialen Erstling heran, aber ich habe doch ziemlich oft schmunzeln/lachen können. 7 v. 10 Punkten