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Bad Boys
Die härteste Gegend Chicagos: Jugendbanden liefern sich Gefechte untereinander und mit der Polizei. Es herrscht das Gesetz der Strasse. Eines der härtesten Kids: Mick, der bereits auf ein beachtliches Vorstrafenregister zurückblicken kann. Als er während einer Verfolgungsjagd versehentlich ein Kind tötet, wandert er wegen Totschlags in den Knast. Dort, wo die Jugendlichen eigentlich auf den rechten Weg zurückgeführt werden sollen, herrscht rohe Gewalt. Wer sich nicht durchsetzen kann, geht gnadenlos unter. Mick muss erkennen, dass er nur eine Chance hat, der Spirale aus Gewalt und Hass zu entkommen...

Regisseur „Rick Rosenthal“ dessen Regiestil man bereits zwei Jahre zuvor 1981 mit seinem Sequel „Halloween 2“ bestaunen konnte, legte 1983 mit „Bad Boys“ einem gut inszenierten Jugend Gewalt Drama nach. Das Resultat kann sich zweifelsfrei sehen lassen.

Die Story ist vielleicht als junges Filmchen der 80er nicht neu, doch die Geschichte und Thematik ist stets aktuell, sodass „Bad Boys“ zweifelsfrei stets dem Zeitgeist entspricht. Das Drehbuch stammt aus der Feder von „Richard Di Lello“ der 1988 auch „Colors - Farben der Gewalt“ schrieb.

Die Umsetzung: Hier hat „Rick Rosenthal“ ganze Arbeit geleistet und gutes Können bewiesen. Natürlich besitzt „Bad Boys“ aus heutiger Sicht den nostalgischen Liebhaber Charme der 80er Ära, was ihm natürlich einen extra Bonus zustellt. Sonst ist der Streifen konsequent, schonungslos und hält seinen roten Faden vom Aufbau bis zum Finale. Revierkämpfe, Rivalitäten, Gewalt und Rache im Gefängnisalttag, wo das sich Behaupten im Mittelpunkt steht. All das benötigt eine Atmosphäre, die „Rick Rosenthal“ gut gewählt hat. Auch wenn die Locations nicht im Detail glänzen, bieten sie jedoch eine gewisse Rauheit und die schmutzige Ausleuchtung tut ihr übriges, um genau diese Atmosphäre zu erzeugen. Also kurz und knapp, in Sachen Kreativität und Technik für diesen Jahrgang alles richtig gemacht.

Schauspielerisch muss man natürlich „Sean Penn“ in der Rolle von „Mick O'Brien“ nennen, der zwar damals für „Bad Boys“ keine Auszeichnung bekam, (außer den New Generation Award) aber bis dato doppelter Oscar Preisträger ist. Über die gesamte Laufzeit, gab er sein bestes, sodass er die Rolle solide meisterte. Der Restliche Cast war okay. Holprig stellte sich keiner an, sodass „Bad Boys“ schauspielerisch gut besetzt ist.

Fazit:
„Bad Boys“ ist ein etwas in Vergessenheit geratenes Jugenddrama mit einigen Gewaltspitzen und stets aktueller Thematik. Der Streifen wirkt heute etwas abgestaubt und ist deshalb eher für den Fan der nostalgischen Filme zu empfehlen. Für diese ist er aber definitiv sehenswert. „Bad Boys“ schafft es locker zu unterhalten und wirft im Anschluss gesellschaftskritische Fragen auf, die sich zur Diskussion anbieten. Ziemlich guter Film, der zu empfehlen ist.

Bewertung:
6,5 / 10 Punkte.

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