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Auf hoher See trifft der amerikanische Kreuzer-Captain Murrell auf das deutsche U-Boot von Kapitänleutnant von Stolberg und beide liefern sich ein Katz und Mausspiel.


Der Film basiert auf dem 1956 veröffentlichten Roman von Commander D.A. Rayner, einem amerikanischen Marineoffizier, der am Krieg aktiv teilgenommen hatte, in seiner Romanvorlage allerdings kein gutes Haar an den Deutschen lässt. Hier weicht der Film angenehm deutlich von der Buchvorlage ab, die übrigens nie übersetzt wurde.


Der Film konzentriert sich ganz auf das Duell der beiden Schiffe und ihrer Kapitäne und ignoriert das Weltgeschehen weitgehend. An Bord des U-Bootes befindet sich lediglich ein Offizier, der ein offensichtlicher Nazi ist, der Rest äußert sich nicht oder ist, wie im Fall des Kapitäns, direkt gegen Hitler und den Krieg eingestellt, erfüllt aber seine Pflicht.

Auf Seiten der Amerikaner sieht es nicht viel anders aus. Auch hier bleiben Gespräche über die Weltlage und den Krieg weitgehend aus. Das mag, wie Wikipeter behauptet, damals politische Beweggründe gehabt haben, ist letztlich aber ein gute und wichtige Entscheidung gewesen, denn so konnten sich Regisseur Dick Powell und sein exzellenter Cast auf das Wesentliche konzentrieren.

Obgleich bei diesem Duell gar nicht so arg viel passiert, außer dass diverse Male Kurs und Geschwindigkeit angepasst, gelauert und Wasserbomben abgeworfen werden, ist diese Hatz zweier Gegner, die sich nicht sehen können, ungemein spannend inszeniert. Die Atmosphäre ist höchst intensiv und fesselt von Beginn an. Zum Ende hin wird es sogar berührend emotional, wenn man gemeinsam einer Bestattung beiwohnt.


Für mich zusammen mit Das Boot einer der besten Seekriegsfilme. Ganz großes Kino, ein Klassiker mit zwei tollen Stars.



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