Als ein junges Mädchen von einem Verrückten brutal erstochen wird, lernen sich aus der Situation heraus drei der Passanten näher kennen. Die drei jungen Männer wollen sodann eine Party mit ihren (noch nicht vorhandenen) Freundinnen feiern. Als eine der Angebeteten ebenfalls Opfer eines Gewaltverbrechens wird, ziehen die Drei los und stellen ihre Peiniger, doch die Situation gerät völlig außer Kontrolle, dabei wollten die Jungs doch bloß eine Freundin. Erzählt wird die Parabel von schwachen Außenseitern, auf denen bis zum Tod rumgehackt wird. Entliehen hat Regisseur Katsuya Matsumara das Thema angeblich der Tierwelt und hier an die Highschool verfrachtet. In urbanen, düsteren Bildern beschreibt uns "All Night Long" das Leben der ungleichen Menschen, die sich trotzdem in ihrem Benehmen wie in einem Rudel gleichen, die mehr als nur einfach ein bißchen aus ihrem Alltag ausbrechen, sondern fernab der Normen ihr "survival of the fittest" austesten. Der krasse Gegensatz von festen Reglements im modernen Japan und den bösartigen Ausschweifungen macht diese Erzählung zu einem empfehlenswerten Cat-III-Schocker. Die Härte, mit der sich die Schüler quälen und schließlich töten kann nur mit explizit bezeichnet werden. Die Goreeffekte sind blutig und die Vergewaltigungen in ihrer Krankhaftigkeit gezeigt, doch lebt der Film über weite Strecken von der porträtierenden Erzählweise. Die hoffnungslose Atmosphäre endet im totalen Desaster, großartig deprimierend und realistisch zugleich. Verdient allemal das "Prädikat" Cat-3-Sicko!
Fazit: Parabel von Macht und Unterdrückung, die in herausragender Weise mit schönen Bildern und böser Gewaltdarstellung einnimmt. 9/10 Punkten