Review

Nun, dieser Film ist mit Sicherheit eines, nämlich verstörend.

Ohne weitere Exposition wird uns der Protagonist Shinichi vor die Füße geworfen. Mit seiner großen Brille, dem Potthaarschnitt und den altbackenen Klamotten um seinen schmächtigen Leib stellt er wohl den klischeehaften japanischen Studenten dar, der in den Ferien von einer Gang terrorisiert wird.
Geleitet von einem homosexuellen Sadisten, der Gefallen an Shinichi gefunden hat, versuchen sie, ihn auf den Pfad der Gewalt zu führen, doch sie ahnen nicht, was in seiner Psyche für Überraschungen lauern...


Dieser Film lebt nicht von, sondern durch die Gewalt. Diese wird hier zwar schonungslos gezeigt, aber nicht derart abgefeiert wie in Miike-Werken. Stattdessen dient sie nur als visueller Output mentaler bzw. psychischer Gewalt, und davon gibt es in diesem Film noch weitaus mehr.

Der Bad Guy des Films möchte den unscheinbaren Shinichi in einen Sadisten verwandeln, doch er ahnt nicht, dass sein vermeintliches Opfer längst ein blutgieriger Psychopath ist, dessen letzte Hemmungen allmählich durch die Quälereien, die er durchleben muss, fallen. Schließlich entlädt sich Shinichis aufgestauter Hass in einem Blutbad, bei dem er keine Freunde und keine Feinde mehr kennt, sondern auf brutalste Weise alles richtet, was sich in seiner Nähe befindet.
Sein einziges Statement dazu: "Wie sinnlos dies doch alles ist..."

Sinnlos zwar, aber durchaus authentisch; wer weiß schon, wieviel Gewalt man einem Menschen zumuten kann, bis dieser zur Bestie wird?

Letztlich lässt sich zu diesem Film nur das sagen, was in ihm selbst über Sadismus gesagt wird:
"These pleasures can only be understood by selected people."

9 von 10 Punkten.

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