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Kürzer und knackiger: Im Sequel wird nicht erst eine Stunde lang Schnee geschippt oder in Kneipen rumgehangen. AIRPORT '75 entspricht schon ganz den Vorstellungen von einem echten Flugzeugkatastrophenthriller und ist mit Sicherheit so gut umgesetzt, wie es zu der Zeit filmisch nur möglich war. Zu vielen majestätischen Luftaufnahmen gesellt sich eine nette kleine Portion Nervenkitzel durch die aufwendige Rettungsaktion mittels Andocken. Charlton Heston, Karen Black, Linda Blair, Jerry Stiller und Erik Estrada: So ziemlich alles, was in Hollywood in den 70ern Rang und Namen hatte, scheint hier mit von der Partie zu sein. Trotzdem ist das alles aus heutiger Sicht bereits entsetzlich bieder, etwa die stets hilfsbereiten, freundlichen Stewardessen oder die Gitarre spielende Nonne. Auch besteht ein Großteil des Films aus dem Ablesen von Geräten, Anweisungen und technischem Jargon.
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Der zweite Film der Airport-Reihe, mit Charlton Heston und erneut George Kennedy in den Hauptrollen. Naja, kein sonderlich starker Eintrag, einzig Stummfilmdiva Gloria Swanson in einer Nebenrolle als sie selbst (ein Auftritt, der im Gesamtzusammenhang so wichtig ist, das ich gerade erst mal sichergehen musste, ihn nicht mit einem anderen Film zu vewrwechseln) und den Parallelen zu "Die unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug" (hier findet sich Linda Blair als krankes Kind) stechen heraus. Kompetent inszeniert, aber irgendwie ohne das rechte Feuer. Ich habe mich nicht wirklich gelangweilt, wurde aber auch nicht sonderlich mitgerissen, zu schablonenhaft blieben die Figuren, zu oberflächlich die persönlichen Konflikte. Kein Desaster, aber eben auch kein zweites "Flammendes Inferno" oder "Poseidon Adventure".