Det. Morris Brummel (dt. Bluemel) fahndet nach einem Würger, der ihn nach jedem Mord per Telefon kontaktiert. Im Zuge der Ermittlungen verliebt er sich in eine Zeugin, die der Killer auch bereits im Visier hat.
Für die 60er Jahre mag der hier portraitierte, von einem Mutterkomplex getriebene Killer bizarr gewesen sein, für heutige Verhältnisse ist das ziemlich harmlos. Aber das ist auch nicht das Problem, das ich mit dem Film habe.
Viel problematischer ist der Fakt, dass er als Thrillerkomödie deklariert ist, aber nur eine einzige, zugegeben wirklich witzige Szene enthält, wenn sich nämlich Lee Remick mit George Segals Mutter Eileen Heckart unterhält und dieser nach genauem Plan erzählt, was sie hören will. Segals Gesicht dabei ist köstlich. Da stimmt auch die Chemie zwischen den Dreien.
Der Rest des Films ist völlig frei von Humor.
Hinzu kommt, dass der extrem langatmig und uninspiriert inszeniert wurde, lediglich etwa 20 Minuten vor Schluss kommt kurz mal Spannung auf. Die wird jedoch im Keim erstickt, denn das Ende dieser Szene wird uns schlicht vorenthalten und nur das Ergebnis präsentiert. Wie es dazu kam, wissen wohl nur die Sterne. Das ist keine Glanzleistung. Und mit rund 100 Minuten ist das Dingen mindestens 20 Minuten zu lang geraten.
Was letztlich schade ist, denn Segal und besonders Rod Steiger spielen famos. Steiger zeigt als Killer (kein Spoiler, das wird vor der Titeleinblendung offenbart) durchaus ein paar Anflüge von Wahnsinn, entsprechend bizarr, um mal den deutschen Titel zu bemühen, fällt das Finale aus, schwatzhaft und spannungsarm.
Und weshalb wurde in der Synchro aus Brummel bitte Bluemel gemacht? Weshalb? Was ein Quatsch.
Misslungene Thrillerkomödie, die die tolle Performance des Casts vergeudet. Nur sehr bedingt unterhaltsam.