Keine ideale Tochter ist ein typisches TV-Drama im Einstundenformat. Der Sender ABC produzierte zahlreiche solcher Episoden, die sich zentral um die Probleme von Jugendlichen und jungen Erwachsenen drehen. Die Episoden bieten dabei solide Fernsehkost verbunden mit einer Message, die helfen soll entweder die Selbstfindung zu erleichtern oder auch bei Problemen mit Eltern, Erwachsenen oder den zahlreichen Verführungen des Alters zu beraten.
So weit, so Biedermann, hier allerdings steht ein recht interessanter Cast zur Verfügung. Die problematische Mutter/Tochter Beziehung übernehmen hier Jenny O´Hara und Robyn Lively, aber auch in den Nebenrollen sind mit Andrea Elson (ALF) oder Renee O´Connor (Xena) zahlreiche bekannte Gesichter aus dem Serienbereich zu bewundern.
Thema des Tages ist eine junge Frau, die sich von ihrer Mutter in der gemeinsamen Behausung mißverstanden und nicht respektiert fühlt. Beide reden fröhlich aneinander vorbei und so erliegt die zwar rebellische, aber erfrischend unzickige, Melissa den Einflüsterungen ihrer Freundin, doch bei ihr einzuziehen. Eine Art ausreißen light, denn die Eltern wissen bescheid. Ohne Kohle und Job ist das Leben aber auch kein Zuckerschlecken und mithilfe des netten Lehrers und ein wenig gutwilliger Kommunikation, darf dann auch das vorprogrammierte Happy End stattfinden.
Die Geschichte wird dabei sehr unreißerisch erzählt und so ziemlich jeder Familie wird zumindest teilweise der Spiegel vorgehalten, in ähnlicher dürfte das überall passieren, das Eltern und Kinder verschiedene Sprachen sprechen. Die Moral ist jedenfalls, das durch Reden und gegenseitiger Akzeptanz die größten Probleme zu lösen sind. Kein großes Kino zwar, aber eine interessante Geschichte aus dem Alltag.
6/10