Dieser Film waren (neben einem Zahnarztbesuch) die längsten 5 Stunden meines Lebens. Huch, der Film ist ja nur gute 80 Minuten lang ...
Ein Leichen"aufhübscher" (mir fällt grad das richtige Wort nicht ein) kauft für sein Institut frische Tote bei gerade Mord- und ungeklärten Todesfällen von der Polizei ein. (häää??) - ist aber so.
Darunter ist irgendwann ein junges, weibliches Selbstmordopfer, für das er viel zu viel Geld hinblättert, weil er sich bereits am Fundort unsterblich in sie verliebt.
Fortan rettet er sie vor allen lukrativen Ausschlachtungsversuchen seitens seines Chefes und beginnt eine intime, rein platonische, mentale Beziehung mit ihr. Es folgt viel Blablabla und viel innerer Dialog mittels "Gedankenaustausches".
Ein wenig verstehen kann man den Mann ja, leidet er unter seiner, seit einem Unfall, ewig nörgelnden, pflegebedürftigen Ehefrau, die ihn ununterbrochen terrorisiert und niedermacht.
Das macht die zunehmend verfallende Tote nicht - vorerst.
Denn irgendwann taucht ihre lebende Zwillingsschwester auf, mit der der vertraute Leichen"aufhübscher" auch sogleich etwas anfängt.
Nachdem seine "erste große Liebe" zunehmend verfällt und auch immer anstrengender, lauter und fordernder wird, entscheidet er sich endgültig für die noch lebende Zwillingsschwester - allerdings muss er auch sie töten, denn er kann ja nur mit toten und nicht mit lebenden Menschen.
Fazit:
Eigentlich hätte das Thema schon Potential gehabt. Die gedemütigte Einsamkeit, seine Unfähigkeit und Angst vor lebenden Menschen und Verletzung, und die gleichzeitige Sehnsucht nach Leben und Liebe... es hätte ein schönes Psychogramm, ein Drama werden können - doch dieses Blabla-Gelaber-Rhabarber-Schnarch-Ding ist GAR nichts - kein Drama, kein Horror und schon gar nicht eine Komödie (wie irgendwo als solche deklariert) - dieses Ding ist einfach nur langweilig und nervend!