„Watchers 2“ ist einer dieser Fortsetzungen, die ohne wirkliche Ideeninnovationen den Storyverlauf des Vorgängers einfach leicht variieren und so auf den Erfolgszug des Namensgebers aufspringen wollen ... oft geht solch ein Sequel vor allem zu Lasten der Qualität des Sehvergnügens – wie auch in diesem Fall:
Die Bio-Tech Firma „Anodyne“ hat in ihrem Forschungsbereich an dem Projekt „Resop“ arbeiten lassen, bei dem es darum ging, die ultimative Kampfmaschine zu erschaffen. Diese Kreatur würde als Leitsignal einen genetisch manipulierten Hund benutzen, welcher sich unter die Feinde mischen sollte – die Kreatur würde ihn dann aufspüren und alle in seinem Umfeld ausschalten ... soweit, so gut (und aus dem ersten Teil hinlänglich bekannt), doch das Projekt ist nicht von Erfolg gekrönt, weshalb die übergeordnete Behörde (nach dem Tod zweier ihrer Leute) der Sache kurzerhand die Genehmigung entzieht.
Das kann der von seiner Arbeit besessene Projektleiter natürlich nicht auf sich sitzen lassen, weshalb er Tierschützer darauf ansetzt, die gefangenen Tiere zu befreien – doch es geht natürlich etwas schief, und plötzlich ist die Bestie (mit der Bezeichnung „Outsider“) ebenfalls frei und jagt seinem Leitsignal hinterher...
Sein Gegenpart ist in dieser Fortsetzung wieder ein Golden Retriever (dieses Mal namens Einstein), welcher auf seiner Flucht den fahnenflüchtigen Marine Paul (Marc Singer) trifft. Zusammen suchen sie Einsteins ehemalige Trainerin (eine Tierpsychologin, gespielt von Traci Scoggins) auf und fliehen vor der Kreatur, welche sie mordend verfolgt. Zusätzlich mischt der Projektleiter noch mit, da er sich mit seinem Geschöpf verbunden fühlt und ihm nach Möglichkeit helfen will...
Genau so vorhersehbar wie es sich anhört ist es leider auch – okay, das war der erste Teil auch, doch der bot immerhin einige solide Morde und Verfolgungen, wie auch den großartigen Michael Ironside. „Watchers 2“ ist dagegen purer Trash (Produzent war übrigens kein geringerer als Roger Corman, was man dem Film sehr deutlich ansieht) mit schwachen Darstellern, einer einfallslosen Story und einer extrem miesen Kreatur. Im Original war sie kaum deutlich zu sehen – hier wird sie allerdings ausgiebig gezeigt, was ein großer Fehler ist, denn das absolut unbewegliche Gummigesicht (mal auf den Unterkiefer achten!) ist einfach nur lachhaft, genauso wie sein gesamtes Auftreten ... halt ein herumhüpfender Typ in einem stümperhaften Gummikostüm!
Neu an Teil zwei ist die farbverfremdete Kameraführung aus Sicht der Kreatur (hätte man sich aber sparen können), sowie die geballt auftretende unfreiwillige Komik: Neben dem Monster an sich gibt es gleich am Anfang eine Szene, in welcher Agenten (in dunklen Anzügen mit 80er-Jahre Sonnenbrillen) unglaublich unauffällig einen Leichensack herumtragen, doch meine Lieblingsszene dieser Art war ganz klar jene, als die Kreatur sich zusammen mit einigen Obdachlosen am Feuer aufwärmt und mit diesen gar einen kräftigen Schluck aus der Flasche nimmt...
„Watchers 2“ ist eine klar misslungene Fortsetzung ohne Spannung und Ideen = bestenfalls 2 von 10 ... und diese zwei Punkte hat der Film auch hauptsächlich nur dem hervorragend trainierten Hund zu verdanken!