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Nein, nicht alles in den Achtzigern war super, denn speziell im Horrorbereich wurde der Markt geradezu überflutet. Und auch die Schauspieler waren oftmals kaum als solche erkennbar, was im vorliegenden Fall besonders hervorsticht.

Im alten Haus von Avery Lauter soll dieser spuken und vor kurzem hat es einen Magier zu einem tödlichen Sprung aus dem Fenster veranlasst. Deshalb begibt sich ein Team von Parapsychologen, einem Medium und drei Detektiven in das Haus, wo es schon bald zum ersten Todesfall kommt. Doch Det. Tony Vincente (James W. Quinn) glaubt nicht an Übersinnliches…

Regisseur Kevin S. Tenney, der das Drehbuch schrieb und sich eine Nebenrolle gönnte, stand nicht allzu viel Zaster zur Verfügung, was sich nicht zuletzt bei den schwach getricksten Geistererscheinungen bemerkbar macht. Die Figuren sind durch die Bank unsympathisch, die Dialoge („Oh, du bist verwundet“ – „Ja, ich weiß“) fallen überwiegend grenzdebil aus und der Spuk hält sich wahrlich in Grenzen, wodurch schlechte Mimen eine ganze Zeit noch dümmere Floskeln von sich geben.

Zwar sind nach fünf Minuten bereits entblößte Hupen zu sehen und Linnea Quigley zieht auch mal wieder blank, doch außer einem schlicht gestalteten Geisterfängergerät und einem wandelnden Geist geschieht lange Zeit zu wenig. Allerdings werden Trashfreunde in entscheidenden Momenten wahrlich verwöhnt, denn ein Auto explodiert nach Beschuss von drei Kugeln, es wird jemand von einem Duschhahn erstochen, vor lauter Aufregung explodiert jemand und am Ende schmilzt etwas. Der Härtegrad in Sachen Gewalt hält sich indes in Grenzen, denn es gibt nur eine Axt im Kopf, ein paar Einschüsse und ein Loch im Hals.

Was das käsige Treiben ein wenig aufwertet ist das letzte Drittel, in dem eine deutliche Temposteigerung vollzogen wird. Zwei kleine Kampfeinlagen sind okay in Szene gestaltet und ein alter Friedhof schürt zumindest in Ansätzen Atmosphäre.
Wohlwollend könnte man den Streifen als Inspiration für Sachen wie „Paranormal Activity“ betrachten, doch thematisch ähnlich gelagerte Werke gab es bereits zuvor und oftmals deutlich spannender aufgezogen. Insofern nur für Komplettisten der Achtziger von Belang.
5 von 10

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