kurz angerissen*
Eine nicht ganz zu Unrecht fast vergessene 80er-Videotheken-Version von "Insidious", ausgestattet mit den Hupen von Linnea Quigley, einem verhexten Anwesen, gleich zwei Medien (oder auch: Geisterjäger), den Hupen von Linnea Quigley, Panik, Blut und den Hupen von Linnea Quigley. Für mehr Erwähnenswertes reicht es nicht, richtet sich die vom Geist eines Hexers terrorisierte Gruppe doch so stromlinienförmig nach den Regeln des Genres wie der Steuerprüfer nach dem Formular. Dabei steigt der Prolog doch tollkühn gerade da ein, wo ein Haunted-House-Klassiker wie "Burnt Offerings" schon endete, verrät aber mit Dilettanten-Schnitt zur Verschleierung billiger Spezialeffekte bereits vorab, was man vom Hauptakt erwarten kann. Zwar werden ein paar platzende Köpfe und andere Spezialitäten für die Blutgeier aufgefahren, nichts aber, das man nicht als billige Kopie der Großmeister ansehen müsste. Und so lebt "Witchtrap" heute ausschließlich von seinem spröden VHS-Flair, das sich insbesondere in den langen Action-Pausen ausbreitet wie lästiger Gilb. Schade um die Hupen von Linnea Quigley.
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