Der zweite Monty-Film ist zu 80 Prozent eher ein Kinderfilm, als eine Komödie, wie Rodney Dangerfields vorherige Filme, wie Caddyshack oder Mach’s nochmal, Dad.
Daher gibt’s auch relativ wenig zu lachen und Dangerfield darf auch nicht so prollig Sprüche klopfen wie in Caddyshack.
Wobei ich die FSK 6 Einstufung noch etwas zu niedrig finde, für einen Film, in dem hier und da Ausdrücke fallen wie Scheiße oder Arschloch. Und auch die Szene mit Dangerfield und J. Brandis in der Umkleidekabine finde ich dafür etwas zu „deftig“.
Die Story um einen Mädchenfussballverein ist eher mau, und als der Sohn seiner Freundin sich als Mädchen verkleidet, um die Mannschaft wieder nach vorne zu bringen, sind die Anleihen bei Tootsie, Mrs. Doubtfire nicht mehr zu übersehen. Dementsprechende „fliegende Wechsel“ bei der Verkleidung sind angesagt, als die Mutter des Jungen alles herauszufinden droht.
Die Fussballszenen sind auch nicht unbedingt der Rede wert, erstens weil sie nur Nebensache sind und zweiten bin ich eh kein Fussballfan.
Alles in allem eine eher flache Komödie, in der Dangerfield nicht wie gewohnt die Sau rauslassen darf und einfach eine Idee zu brav sein muss. Hier und da gibt es mal einen Spruch, aber das war schon alles.
Und auch hier hat Dangerfield mal wieder einen anderen Synchronsprecher, der nicht so recht zu ihm passen will. Am besten fand ich noch Wolfgang Völz (?) in Mach’s nochmal, Dad.
Im Abspann wird Dangerfields Rollenname übrigens als „Chester Lee“ geführt, es ist also gut möglich, das der deutsche Titel nur eine Fortsetzung zu dem Film Monty, der Millionenerbe suggerieren soll.