Auf dem Uni-Gelände stellt die hübsche Sonia Walker ihren untreuen Freund Bo Taylor zur Rede. Als dieser handgreiflich wird, geht Sonjas Kommilitone Jim Travis dazwischen und bietet ihr an, sie nach Hause zu bringen. Anfangs skeptisch, nimmt die College-Studentin das Angebot an. Die zwei kommen ins Gespräch, doch als es gerade gemütlich wird, werden sie von einem schwarzen Pickup mit verdunkelten Scheiben von der Straße gedrängt. In letzter Sekunde kann Jim einen Unfall verhindern. Zwar melden sie den Zwischenfall bei der Polizei, doch da sie weder den Fahrer des Wagens noch sein Nummernschild erkannt haben, glaubt ihnen diese kein Wort. Für Sonja und Jim ist der Alptraum damit noch lange nicht beendet. Denn kaum auf der Straße, werden sie erneut verfolgt!
Man sollte immer die Augen beim Autofahren schön offen halten, sonst ergeht es einem wie Sonja und Jim (mit Casper van Dien als wohl ältesten Studenten der Welt), als er versehentlich ein Auto schneidet und der der Fahrer dies als Anlass nimmt den psychopathischen Verfolger raushängen zu lassen. Warum man aber anfangs so ein Geheimnis um die Identität des Fahrers macht (man sieht nur die getönten Scheiben), nur um dann zu Filmmitte recht leidenschaftslos als den frischgebackenen Ex von Sonja uns zwei seiner Kumpels zu enthüllen, wird wohl ewig ein Geheimnis des Scripters bleiben.
Selbiges könnte man sich aber auch bei der Besetzung der weiblichen Hauptrolle mit Danielle Brett fragen. Die heißt nicht nur Brett, sondern spielt auch in etwa so. Da darf dann die rage schonmal erlaubt sein, warum man van Diens Eheweibi Catherine Oxenberg dagegen in einer Minirolle verheizt. So wirkliche Chemie entwickeln die beiden kaum, da machen die nominell Bösen fast noch mehr Spaß.
Wo der Film dafür aber naturgemäß punkten kann, ist natürlich die Road Action. Man jagt sich über Highways und Dreckpisten, Highlight ist selbstverständlich der brennende Verfolger auf der Autobahn, was man so bisher auch noch nicht gesehen hat. Man kann es ganz einfach zusammen fassen, so lange die Leute die Klappe halten, kann man mit Road Rage eigentlich ganz gut leben, aber man kann sicher sein das die nächste Heulattacke Sonjas ist nie allzu weit entfernt.
Die Story hat dabei zwar den Tiefgang eines platten Reifens, aber so lange es ständig scheppert, Explosionen den Bildschirm füllen und der Bleifuß König ist paßt das schon. Ist eben das klassische Fast and the furious Prinzip. Dazu haben wir noch Bösewichte die beliebig teleportieren können, wo auch immer si e grad benötigt werden und fertig ist die Endloshatz. Ans große Vorbild Duell kommt man aber nicht heran.
5/10