Der Premierminister des sich ewig in Geldnöten befindlichen Großherzogtums Gran Fenwick , das zwar im Herzen von Europa liegt , doch eindeutig britische Züge aufweist , hat einen grandiosen Einfall . Um endlich Warmwasser im Schloss installieren zu können , bittet er die USA und die Sowjetunion , die sich gerade im Rennen zum Mond befinden , um eine Millionen Dollar Unterstützung für ein eigenes Raumfahrtprogramm . Da beide Nationen auch kleinere Staaten dazu ermuntert haben sich an der Raumfahrt zu beteiligen , denkt er , dass man ihnen das Geld schon zukommen lassen wird , da man ja ohnehin keine Chance hat dieses Rennen zu gewinnen . Mit dem Geld will er dann die erste Heizung von Gran Fenwick bauen lassen . Der Plan gelingt soweit , doch als der geniale Wissenschaftler Professor Koknitz auf die Idee kommt mit dem Wein von Gran Fenwick , der in diesem Jahr besonders explosiv geraten ist , wirklich zum Mond zu fliegen , sind die Geldgeber alles andere als begeistert . Nun müssen die USA und die Sowjetunion darum kämpfen das Raumschiff des kleinen Großherzogtums zu überholen , denn das befindet sich bereits auf dem Weg zu unserem Trabanten ...
Bei " Auch die Kleinen wollen nach oben " haben wir es mit der Fortsetzung des Films " Die Maus , die brüllte " zu tun . Im ersten Teil wollte sich der Premierminister noch von den USA erobern lassen um als besiegte Macht Wirtschaftshilfe zu erhalten . Das ging allerdings nach hinten los , als es einem Haufen Bogenschützen auf einem kleinen Kahn gelang die USA im Handstreich zu erobern .
Dieses Mal porträtiert allerdings nicht Peter Sellers viele der Rollen , sondern andere Schauspieler , was beileibe kein Nachteil ist . Immerhin bekommen wir es so mit Ron Moody als hinterlistigem Premier Mountjoy zu tun und der wunderbaren Margaret Rutherford als der vertrottelten Gloriana XIII . Dazu gesellen sich noch zahlreiche Gesichter , die man aus britischen Filmen dieser Zeit kennt von Eric Barker ( diverse " Ist ja irre " Filme ) über Bernhard Cribbins ( " Ist ja irre " , " Doctor Who " ) bis zum britischsten Briten aller Zeiten Terry-Thomas ( " Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten " , " Eine total , total verrückte Welt " ) .
Ansonsten handelt sich um eine albern satirische Komödie mit Science Fiction Touch , die absolut in den 1960er Jahren stecken geblieben ist , aber auch genau dadurch mit dem naiven Charme dieser Zeit überzeugen kann . Deswegen darf man sich nicht wundern , wenn die Nichte des Premierministers und deren Freunde ständig protestieren und so aussehen , als würden sie gerade von einem Beatles Konzert kommen oder zu einem gehen . Und auch wissenschaftliche Genauigkeit sollte man nicht erwarten , wenn die Raumanzüge mit Sicherheit nicht luftdicht sind , der Mond wie ein riesiger Sandkasten aussieht und man mit der Kraft von explodierendem Wein ( !!! ) zum Mond reisen kann .
Fazit : Schon recht angestaubte , aber sympathisch altmodische Komödie aus Großbritannien mit Science Fiction Touch und fast schon ein Zeitdokument aus der Zeit des Rennens zum Mond . Man sollte allerdings diese Zeit mögen und Filme wie die " Ist ja irre " Reihe oder die " Miss Marple " Verfilmungen mit Margaret Rutherford oder die Science Fiction / Abenteuer Filme der 1950er / 1960er Jahre um daran seine Freude zu haben . Ich persönlich hätte mir jedenfalls noch ein drittes Abenteuer der Bewohner Gran Fenwicks gewünscht ...