D’Artagnan und seine Freunde Athos, Porthos und Aramis liegen vor La Rochelle, das von den Hugenotten gehalten wird, derweil die Milady de Winter ihre Rache an D’Artagnan, mit dem sie zwischenzeitlich ein Techtelmechtel gepflegt hatte, der sie dann jedoch zugunsten seiner Constance abwies, plant. Zeitgleich schickt sich der Herzog von Buckingham an, die Protestanten auf dem Festland militärisch zu unterstützen; für Kardinal Richelieu Grund genug, seine Ermordung durch Milady de Winter in Auftrag zu geben.
Das es Richard Lester geschafft hat seinen sehr exklusiven Cast erneut zusammen zu rufen liegt hauptsächlich daran, daß beide Musketier Filme am Stück gedreht wurden. Nach also DÁrtagnan am Ende des Vorgängers auch zum Musketier befördert wurde, haben wir jetzt vier von der Sorte, aber sonst bleibt alles beim Alten. Richelieu intrigiert munter weiter, dazu gibt es noch den Kampf um La Rochelle im Religionskrieg mit den Evangelischen und Faye Dunaways Rolle als Milady de Winter wurde ordentlich aufgewertet.
Dafür hat man aber den Klamaukfaktor ordentlich hochgefahren. Ich weiß jetzt nicht obs nur an der neuen deutschen Synchro lag, aber manche Szenen erinnern fast schon an die guten alten Slapstick Zeiten. Stellenweise werden die Zoten gekloppt wie in den besten Spencer/Hill Zeiten und auch wenn sich Michael York und Christopher Lee auf einem zugefrorenen See duellieren (und natürlich prompt beide einbrechen), könnte man meinen hier hätte Buster Keaton Regie geführt.
Ernst nimmt sich der Film sowieso nicht allzu sehr. Lediglich in den Einstellungen von Athos und seiner ex-Frau de Winter oder der Ermordung von D´Artagnans Geliebter Constanze nimmt sich Lester ein wenig Zeit für Emotionen, aber ansonsten gilt einer für alle und alle haben Spaß, sogar der nominelle Bösewicht Richelieu hat seine Momente und wenn dann ein Kloster respektlos als Nonnenkäfig bezeichnet wird oder man Huckepack auf Stelzen flieht während unten die Kampfhunde geifern, muß man einfach mitgrinsen.
Klar, das es auch mal die eine oder andere Länge gibt, aber der Grundton stimmt jedenfalls. So bleibt ein irgendwie doch zeitloser Mantel und Degen Film mit gut aufgelegter Besetzung, die zwar Alexandre Dumas im Grab rotieren lassen dürfte, aber auch beim x-ten mal noch Spaß macht anzuschauen.
7/10