Yes! Das isse...
... die Troma-Variante von "Romeo & Julia", der wohl bekanntesten Love Story der Weltliteratur.
Ganz drama-like in fünf Akte aufgeteilt, aber eben, wie bei Troma so üblich, mit einer gehörigen Portion Sex, Guts & Nonsense ausgestattet.
Die Story verläuft hier also FAST!!! wie die des Klassikers... mit einigen troma-typischen Zusätzen und Veränderungen versteht sich...
(T)Romeo ist ein pornosüchtiger Loser, Julia eine lesbische Vegetarierin, die einen Metzger ehelichen soll. Beide lernen sich auf einem Punk-Rock-Konzert kennen, welches Julias Vater, ein pädophiler Schmuddelfilmemacher angeleihert hat...
... diverse Stilbrüche und Perversitäten stehen also mal wieder auf dem troma-schen Speiseplan...
Wahrscheinlich von Baz Luhrmanns Version von "Romeo + Juliet" mit Babyface Leo DiCaprio (1996) angeregt, verbrät Lloyd Kaufman hier ebenfalls zahlreiche geschwollen klingende Originaldialoge des Shakespear-Werkes, allerdings nicht ohne sie mit zünftig-derbem Anarcho-Humor und Dirty Talk mit dem F-Wort in der Hauptrolle zu vermengen.
Dem beigefügt wurden nun noch zig deplatzierte, aber/ und daher lustige Gore-Einlagen, die zwar hauptsächlich ulkig rüberkommen, aber durchaus auch einen gewissen Härtegrad aufweisen können. Gesplattert wird zwar nicht im Übermaß, aber wenn in die Trickkiste gegriffen wird, dann meist richtig: Fliegende Köpfe, zertrümmerte Schädel und lose Extremitäten lassen hier neben einem Monster-Penis und der Ausweidung einer Schwangeren die Herzen aller Splatterheads höher schlagen.
Ey Mann, der Streifen fängt schon mit einem strangulierten Frettchen an, also was will man mehr .... ;-)
Tja, was gibt's noch so zu sagen:
Die Darsteller bestehen wie in den meisten Troma-Filmen größtenteils aus irgendwelchen dahergelaufenen Pennern und Punks..., wirklich spannend is' das bunte Treiben zwar mal wieder nicht, dafür aber sehr unterhaltsam..., das Quäntchen Hirn, das man benötigt um der Handlung folgen zu können, passt in einen Fingerhut...
... und dennoch: obwohl ich mich nicht unbedingt zu den Hardcore-Troma-Fans zähle, hat mir der Streifen sehr gefallen.
Besonderes Schmankerl noch:
Als Erzähler, der zum Auftakt des Films erscheint, tritt Lemmy von Motörhead auf. In der Originalfassung würde seine Stimme wohl noch als die des Erzählers fungieren, dessen bin ich mir aber nicht 100%ig sicher.
Mein Fazit:
Guts, Gore, Trash, Fun...... und 'n paar nackte Titten!
Da toppt die "Trash"-Variante doch glatt die Popcorn-Tränendrüse.
Shakespear wird zwar wahrscheinlich im Grabe rotieren... , aber wen interessiert das schon...
Daumen hoch! Eine von den besseren Troma-Produktionen...