Asiatische Filme haben es schwer, sich auch im Westen vollkommen durchzusetzen. Und der Konsolidierungsprozess dürfte auch nach „Samurai Commando: Mission 1549" weiter andauern. Was soll man über einen solch abstrusen Film sagen? Dass er ganz passables Nonsense-Entertainment ist vielleicht.
Oder wie sonst lässt sich die Klasse des Films beschreiben, der davon handelt, dass eine Militäreinheit aufgrund eines missglückten Experiments über 400 Jahre in der Zeit zurückgeschickt wird, wo sie sich gegen Samurais behaupten muss bis ein zweiter Trupp durch die Zeit losgeschickt wird, sie zu retten?
„Samurai Commando" mit bei uns gänzlich unbekannten Darstellern zerfällt grob in drei Teile: Der durchaus unterhaltsamen Exposition, wo der Zuschauer in das - gelinde gesagt - logisch wie physikalisch äußerst fragwürdige Szenario eingeführt wird; dem etwas zu statisch und dialoglastig geratenen Mittelteil und das sehr actionlastige Finale. Leider hat „Samurai Commando" nicht die inszenatorische Klasse, allzu offensichtliche Defizite bei den visuellen Effekten und der Dramaturgie auszugleichen. Dass dieser offensichtliche Dilettantismus und enorm sinnfreies Gefasel um Technologie und „Wir-können-die-Geschichte-verändern"-Baller-Aktionismus durchaus zumindest partiell unterhalten kann, ist der beeindruckenden Actionchoreografie und den aufwändigen Massenszenen sowie der Ausstattung geschuldet. Dabei kommt das Niveau allerdings nie über den Durchschnitt hinaus.
Fazit: Enorm sinnfreier, haarsträubend konstruierter Militär-Actionfilm, bei dem es nicht nur an Logik hapert. Blasse Charaktere ballern und duellieren sich in „Samurai Commando: Mission 1549" durch ein löchriges Konstrukt, in welchem Logik Fehlanzeige ist. Längen und zu viel Langeweile machen den an sich durchaus unterhaltsamen Film nur zu einer durchschnittlichen Trash-Granate.