Review

Eine mäßig spannende, von den Corman-Brüdern produzierte Flucht-Action, die auf mich einen halbgaren Eindruck macht, als ob man sich nicht darauf einigen konnte, ob man da ein ernsthaftes Drama oder einen flotten Exploitationer abdrehen wollte.

Angesiedelt im Jahr 1916 in einem Gefangenenlager liegt der zum Tode verurteilte Le Bras (Jim Brown) bereits unter der Guillotine, als im letzten Moment die Aufhebung der Todesstrafe eintrifft & er sich nun auf lebenslange Haft unter menschenunwürdigen Bedingungen einstellen darf. Entschlossen bereitet er seine Flucht vor, zusammen mit drei Leidensgenossen, einer davon gespielt von Christopher George. Die Flucht gelingt, doch für einen ist schon bald Endstation, denn er wird von einem Hai gefressen, in einer gar nicht mal schlecht umgesetzten Szene.

Auf die Flüchtlinge kommt natürlich noch einiges zu. Der Lagerleiter, unterstützt von der hiesigen Polizei, verfolgt sie unerbittlich & dann kommen ihnen auch noch Eingeborene in die Quere. Das klingt jetzt alles aufregender, als es letztendlich ist. Obwohl Brown & George gut spielen, waren mir ihre Figuren fast egal. Die Wärter sind sadistische Kotzbrocken, die Bullen sind nicht viel besser & das Eingeborenenmädchen (Full-Frontal-Nudity!) fliegt auf den großen, muskulösen Man of Color, als Ersatz für ihren Mann, den er kurz zuvor umgelegt hat.

Das Blut ist, wie so oft in dieser Zeit, sehr rot, die Gewaltdarstellungen sind nicht wirklich realistisch umgesetzt & das Ende wirkt seltsam abgehackt. Nicht schlecht, dies alles, recht unterhaltsam, aber packend geht anders.

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