Review

Ein weiteres "Highlight" aus der WIP-Film-Karriere des Jess Franco. An den schönen Bildern und der glatten, schnörkellosen Kameraarbeit kann man erkennen, dass auch hier der gute Erwin C. Dietrich mit im Bunde war.

Natürlich gibt es nicht viel zu erzählen-Frauen werden eingesperrt, gefoltert, vergewaltigt, versuchen zu fliehen, werden erschossen...
Vielleicht noch etwas zurückhaltend angefangen mit Barbed Wire Dolls (Frauengefängnis) versucht Franco, die Sex- und Gewaltspirale immer höher zu drehen. Und dies ist ihm mit diesem Machwerk auch gelungen. Auf solch abartige und frauenverachtenden Ideen muss man erst einmal kommen. Der Lagerarzt-sofern man ihn noch so nennen kann-lässt sich immer erniedrigendere Foltermethoden einfallen, um seine und die perverse Lust der Lagerleiterin zu befriedigen. Howard Vernon ist hier, wie so oft, in seinem Element, wenn er beispielsweise einer Insassin eine Ratte in die Vagina einführt! Mit dabei ist auch "die portugiesische Nonne" Susan Hemingway, die u.a. die lesbische Aufseherin oral befriedigen muss.
Wieder einmal wird dem WIP-Fan alles geboten, was sein Herz höher schlagen lässt. Wie bereits bei Barbed Wire Dolls erwähnt, geht es bei einem solchen Film wohl in erster Linie darum, sadomasochistische Tendenzen zu befriedigen-zumal die Mädels durch die Bank hinweg unnatürlich gut aussehen, was völlig unrealistisch ist, wenn man täglich gefoltert wird. Gerade diese Surrealität und die daraus folgenden plakativen Zurschaustellungen weiblicher Nacktheit stellen wohl die Daseinsberechtigung eines solchen Streifens dar.

Obligatorisch für diese Filme ist dann auch das Nichtvorhandensein eines Happy-Ends, was bei Frauen Für Zellenblock 9 besonders hart ausfällt.

Aufgrund der vorliegenden Kritik und wenn man diese Filme halt nicht vollends ernst nimmt, würde ich diesem Werk sogar

3 / 10 Punkten geben.

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