Kriminelle auf der Flucht,ein Etablissement an der Grenze zu Mexiko,die Gäste verwandeln sich urplötzlich in Vampire…
Kommt einem das nicht irgendwie bekannt vor?Was wie eine kurze Zusammenfassung von Rodriguez“From dusk till dawn“klingt,spielt sich in „7 Mummies“fast genauso ab.Es liegt auf der Hand,dass dieses Plagiat die Klasse seines Vorbilds nicht in Ansätzen erreichen kann.
In der Wüste von Arizona kippt ein Gefangenentransporter um,die Gefangenen können dabei entkommen und nehmen die Wärterin als Geisel mit.Auf ihrer Flucht durch die Wüste begegnen sie einem Indianer,der von einem 400 Jahre alten Goldschatz berichtet,der in einer kleinen Geisterstadt versteckt sein soll.Doch dort angekommen,muß die Gruppe feststellen,dass sie es mit einer Übermacht von Zombies und Mumien aufnehmen muß.
Tatsächlich haben wir es hier mit einer fast identischen Kopie von Rodriguez Klassiker zu tun,genauso urplötzlich verwandeln sich Huren im Westernsaloon zu blutgeilen Furien.
Dabei sind die Actionszenen gar nicht mal so schlecht in Szene gesetzt geworden und sogar einige Splatttereinlagen wie Ohr und Zunge abbeißen,Schere ins Auge rammen oder einfaches Kopfabschlagen sind zu bewundern.
Demgegenüber stehen ein paar weniger gelungene Tatsachen,wie der Einsatz von Rap/Hip-Hop,sowie Metal-Sounds zu überhaupt nicht passenden Zeitpunkten(z.B.bei einem Geschlechtsakt,bei dem peinlicherweise beide Akteure ihre Kleidung anbehalten).
Dazu gesellen sich unlogische Sachverhalte,wie die Wärterin(die natürlich eher wie eine knackige Latinobraut aussieht),die den kompletten Trip-ohne einen Mucks dagegen einzuwenden-begleitet.
Zumindest konnte ich unter den Darstellern niemanden finden,der negativ auffällt und mit Danny Trejo und Martin Kove(Respekt,der Herr ist sichtlich kaum älter geworden)finden sich auch zwei bekannte Gesichter wieder.
Netter Versuch einer Mixtur aus Abenteuer,Western und Horroraction,nicht gänzlich schlecht,aber eben 1996 schon mal viel besser gesehen.
4 von 10 Punkten