Bei einem Tramsport von Häftlingen durch Arizona verunglückt der Transporter. Die Gefangenen nutzen das Chaos und können die Wärter überwältigen - sechs von ihnen schaffen es, mit einer Wärterin als Geisel zu entkommen. Auf der Flucht durch die Wüste begegnen sei einem mysteriösen Indianer, der ihnen von einem sagenhaften, 400 Jahre alten Schatz in einer nahe gelegenen Geisterstadt berichtet. Doch er warnt sie, auch nur einen Fuß in die Stadt zu setzen, denn dort droht der grausamste Tod. Die Gangster haben Blut geleckt, die Suche nach dem Schatz beginnt und damit stecken sie mitten in ihrem schrecklichsten Albtraum.
Irgendwie wäre es einfacher gewesen diesen Streifen gleich als Sequel von from Dusk til Dawn zu bezeichnen, denn zum einen hat man die komplette Story leicht variiert noch einmal aufgenommen und zum anderen hab ich auch nur so 3 bis 4 Mummies gesehen und selbst diese nur für einen Kurzauftritt zum Ende hin. Als Zutaten haben wir hier eine Geisterstadt, sechs Knackis auf der Flucht nebst Geisel und überfreundliche Bewohner, die sich nach Sonnenuntergang in blutrünstige Monster verwandeln, wobei ich ehrlich gesagt keine Ahnung, ob das nun Vampire, Zombies oder weiß nicht was überhaupt darstellen sollten.
Der ganze Schlonzes um die Jesuitenpriester und dem legendären Goldschatz dient ohnehin nur als Gimmick unser Knastvolk von der mexikanischen Grenze fernzuhalten. Ich hab eh bis 15 Minuten nicht kapiert, was die ganze Sage bedeuten soll, bevor man sie in zwei lässigen Nebensätzen von irgendeiner Bartrulla erklärt wird. Man merkt aber auch so, das hier nicht gerade Routiniers am Werk waren. Da hat man Gefangene mit einer Vollzugsbeamtin an Bord und statt hieraus den Konfliktstoff zu nutzen läuft nur die nur brav dem kriminellen Sixpack hinterher. Auch lustig die Szene als einer der schweren Jungs wirklich irgendwo innerhalb von zigtausen Quadratkilometern keine zehn Zentimeter auf der Suche nach Wasser im Sand buddelt und haargenau noch das letzte Medaillon findet. Von mumifizierten Priestern mit fernöstlichen Martial Arts Künsten brauch man schon gar nicht erst sprechen.
Immerhin erfreulich ist da schon der Cast zu erwähnen, der zwar sicher keinen Oscar verdient, aber mit doch einigen bekannten Namen aufwarten kann. Danny Trejo und Martin Kove absolvieren da brav ihren fünf Minuten Auftritt, aber Billy Drago muß richtig arbeiten für sein Geld und seine pseudoreligiösen Monologe tendieren locker zwischen Wahnsinn und Comedy Gold.
Für eine 16er Freigabe bekommt man dann auch recht blutige Szenen geliefert, denn Ziel ist natürlich die gierigen Knastflüchtlingen nach und nach zu dezimieren. Die Jungs werden da munter gefressen, geköpft oder bekommen die Augen ausgerupft. Wer überlebt ist aber sowieso schnell klar, am Ende reitet man in den Sonnenuntergang und ein wenig spannender, aber zumindest nicht ganz übler Film ist vorbei.
4/10