Caroline (Kate Hudson) hat genug von ihrer Arbeit in einem Sterbehospiz in New Orleans. Durch eine Annonce in der Zeitung wird sie auf ein Haus in den Sümpfen aufmerksam. Dort Leben Violet (Gena Rowlands) und ihr gelähmter Ehemann Ben (John Hurt) der ganz allein von seiner Frau gehegt und gepflegt wird. Caroline übernimmt nach einigem Zögern und gutem Zureden des Anwalts des Paares (Peter Saarsgard) die Pflege von Ben, dessen Frau Violet ihr zunächst sehr reserviert und abweisend gegenüber steht. Das Haus scheint insgesamt kein besonders einladender Ort zu sein. Auch Violet scheint ihre abwehrende Haltung gegenüber Caroline nur sehr langsam aufzugeben. Durch einen Zufall wird sie auf eine Tür auf dem Dachboden aufmerksam, die sich selbst mit den Universalschlüssel für alle Türen im Haus nicht öffnen lässt. Entschlossen geht sie der Sache nach, bis sich eines Tages Zutritt zu der kleine Kammer verschafft und Dinge entdeckt, die besser niemals ans Tageslicht gekommen wären.
Schluss, Aus. Jedes weitere Wort über die Handlung dieses kleinen Thriller - Highlights wäre eins zu viel. Es entwickelt sich ein Martyrium für die von Kate Hudson gespielte Caroline, das zunächst wie ein gewöhnlicher Haunted House – Horrorstreifen beginnt, sich mit zunehmender Laufzeit zu Okkultthriller entwickelt und eine ziemlich fiese Auflösung parat hält. Die Handlung in sich ist sehr gradlinig, hält aber trotzdem die eine oder andere Überraschung parat, so dass es zumindest nicht stockkonventionell wird. Das Hauptlob gebührt hierbei Drehbuchautor Ehren Kruger, der uns bereits bei ARLINGTON ROAD ein Finale präsentierte, dass so manch sonnigem Gemüt übel den Tag versaut haben dürfte. Hier gelingt ihm zwar qualitativ nichts vergleichbares, doch trotzdem beweist Kruger wieder mal, dass wenn es um Intelligenz und Frische im Thrillergenre geht, er zumindest in Hollywood zurzeit neben Stephen Gaghan der beste seiner Zunft sein dürfte. DER VERBOTENE SCHLÜSSEL erlaubt dem Zuschauer kleinere Verschnaufpausen, lässt ihn aber trotz alledem niemals ganz von der Leine. Die morbide Optik der Villa und die Schwüle der Wälder und Sümpfe von Louisiana wurden exquisit eingefangen von Tony Scott-Spezi Dan Mindel (STAATSFEIND NR. 1, SPY GAME, DOMINO) der schon vor kurzem bei M:I:3 die Kamera hat wackeln lassen dürfen.
Natürlich ist auch DER VERBOTENE SCHLÜSSEL nicht ohne Schwäche. So verhindern ein paar Ungereimtheiten im Verlauf der Story zumindest bei mir eine volle Punktzahl. Trotzdem bleibt der gute Eindruck eines subtilen Thrillers, der durch seine Optik und sein intelligentes Drehbuch besticht. Chapeau.