Inhalt:
Irgendwo in China. Zhong Jian (Alexander Fu Sheng) ist ein heißsporniger und impulsiver Mann, der gegen jedwede Ungerechtigkeit gegen angeht. Insbesondere das hübsche Mädchen Huang (Jenny Tseng) steht unter seinem persönlichen Schutz.
Zhong ist auch ein mehr als passabler KungFu-Kämpfer, und ist ein Schüler des eher reservierten Meisters Zhou (Shan Mao). Diesem mischt sich Zhong zu sehr in die Angelegenheiten anderer ein und so eckt Zhong durch seine hitzköpfige Art nicht nur in seinem Umfeld, welches sich vor den Schlägern und Gangstern der Stadt feige duckt, sondern eben auch beim Meister an und dieser entfernt Zhong aus der Schule!
Zhong geht weiter gegen die Gangster an, insbesondere gegen den feigen 2. Mann (Leung Kar Yan) der Gang von Feng Tian-Shan (Johnny Wang Lung Wei). Der Konflikt spitzt sich zu, als es Zhong mit dem eiskalt-sadistischen Feng selbst zu tun bekommt!
Zhou greift ein, und entsendet Zhong zu einem befreundeten Meister, Zhu (Chan Wai-Lau), ein Meister der gefürchteten Choy-Li-Fut-Technik!
Als Zhou von Feng brutal ermordet wird, kehrt Zhong in die Stadt zurück, um Rache zu nehmen...
Fazit:
Das ist ein sehr einfach in der Storyline gehaltener Rache-Eastern Chang Cheh´s, den dieser als alleinige Star-Performance für seine Entdeckung und lange Zeit vornehmlich protegierten Darsteller Alexander Fu Sheng konzipierte.
Chang Cheh baute in seinen Streifen ja oft auf dem Prinzip der Männerfreundschaft, der Männerbünde, auf.
Die Filme mit den Duos Ti Lung/David Chiang, Alexander Fu Sheng/Chi Kuan Chun und später den Venoms sind Zeugnisse dieser Machart.
Hier aber wollte Chang Cheh für Alexander Fu Sheng eine Solo-Performance kreieren und dies mit einem stringent und schnörkellos gehaltenen und handwerklich routiniert in Szene gesetzten KungFu-Actioner. Nicht mehr, nicht weniger!
Diese Rolle ist denn Alexander Fu Sheng auch auf den Leib geschrieben, der Choy-Li-Fut-Stil ist Fu Sheng´s bevorzugte Technik und dieser typische Plot "Rebell-Meister-Bösewicht-Meister tot-Rache" ist denn auch wie gemacht für einen einzelnen Helden.
Dieser Film hat denn auch wenig überraschendes zu bieten, will aber auch nichts anderes als auf diesem Level unterhalten, und Chang Cheh zeigt hier über seine Ensemble-Filme hinaus mehr als genug Kompetenz, auch dieses Solo-Stück sauber abzudrehen.
Dennoch ist dieser Film über dem Durchschnitt anzusiedeln, obgleich das Schema abgenudelt zu sein scheint. Das liegt an der charismatischen Darstellung Alexander Fu Sheng´s, der hier sein ganzes Repertoire abruft, Rebell und Retter, Schalk und ernster Rache-Engel und er findet wieder einmal in Johnny Wang Lung Wei einen passenden Gegen-Part, der richtig sadistisch und böse ist! Der Endfight ist denn auch ein richtig knackiger Höhepunkt, so soll es sein!
Die Fights sind von hoher Präzision im Stil, technisch hochwertig dargeboten und auch quantitativ im Soll. So macht es Spaß, ein feiner, knackiger KungFu-Actioner, handwerklich routiniert und dennoch kurzweilig!
Ist dies Alexander Fu Sheng´s bester Film? Nun, gleichwohl dieser Streifen gefallen kann, würde ich nicht so weit gehen, solistisch ist dies sicher Fu Sheng´s beste Rolle. Aber die Ensemble-Epen wie "Five shaolin masters" oder "Shaolin temple", sie sind natürlich schon vom Aufwand her, die besseren Streifen.
Dennoch, dass Alexander Fu Sheng eines der Zugpferde des Shaw-Studios war, dass kann man hier klar erkennen, und Chang Cheh konnte hier seinen Star solistisch überzeugend präsentieren.
"Der Todesblitz der Shaolin" bietet eine Routine-Story, sauber gearbeitet, spannend, blutig und mit präzisen KungFu-Fights, kernigen Trainings-Sequenzen, einem klasse villain Johnny Wang Lung Wei und einem starkem Hauptdarsteller Alexander Fu Sheng!
Ich vergebe knappe aber excelente 8/10 Punkte!