SCORE
"Chance" der endlich wieder aus dem Knast entlassen wurde und eigentlich auch gar keinen Bock hat wieder das Gangsterleben zu beginnen wird vom "Colonel" zu einen Juwelenraub verdonnert. Obwohl erst absolut dagegen, lässt er sich dann doch breitschlagen, sucht noch ein paar Gangsterkollegen, die ihm hilfreich zur Seite stehen sollen, und führt diesen perfekt eingefädelten Bruch durch. Auf dem Weg zum vereinbarten Treffpunkt soll dann aber doch noch so einiges schief gehen, da wäre z.B. das Gangsterpärchen TJ und Sarah, beide wollen auch an das schnelle Geld, um jeden Preis und somit heften sie sich an Chance`s Fersen. Was von ihnen keiner weiß ist, dass auch der "Colonel" ganz andere Pläne im Bezug auf die Aufteilung der Beute hat, denn auch er und ein Killer namens "Cobra" sind schwer bewaffnet auf dem Weg zum Treffpunkt.
Das es da dann alles andere als positiv ist als sich "Chance" und seine Kumpanen auch noch untereinander uneinig werden dürfte jedem klar sein, so klar das alles auf ein einziges Ziel hinaus läuft: "Action" bis zum Abwinken.
Action "Made in Japan"
Genau die wird hier geboten und zwar zuhauf. Regisseur und Drehbuchautor Atsushi Muroga macht kein Hehl daraus das er sich quer durch die Filmwelt klaute, denn er zitiert etliche Filme und kopiert diverse Szenen bis ins Detail genau. Also da wären unter anderem Hard Target, Hard Boiled, die Tarantino-Filme Reservoir Dog's und Pulp Fiction, sowie die Bonnie und Clyde Thematik. Natürlich kann der Film in seiner Machart nicht über so genanntes B-Movie-Niveau hinaus kommen. Dafür fehlt es an eigener Handschrift, einer weitaus besseren Story und einer na sagen wir mal „feingeschliffeneren“ Inszenierung. Die Darsteller hingegen sind unter den gegebenen Umständen überzeugend, wenn auch nicht unbedingt durchgehend attraktiv (Frauen und Männer), besetzt, außerdem haben sie eh nicht viel zu sagen. Natürlich sind diese Punkte bezüglich der anvisierten Zielgruppe am Ende unwichtig, da nicht relevant und sollten auch nicht überbewertet werden.
Fans solcher Filmkost hingegen werden begeistert auf die Knie fallen und ihren Bildschirm ehrfürchtig anbeten, denn das abgebrannte Feuerwerk an Action ist eine Nonstop-Mischung aus Shootout-Gewitter und Stuntshow, welche nahezu ohne Pause zelebriert wird.
Der hippe HK-Action-Style (You Know: Slow-Mo, beidhändige Gunfight's, Bloodshed usw.) sowie etliche, herrlich überzogene, Gewaltausbrüche (das Blut spritzt fast so schlimm, wie bei John Woo's "Heroes Shed no Tears") können trotz kruder Inszenierung begeistern. Da haben die Macher das Budget geradezu verpulvert und lassen vor allem den Showdown zu einer ausufernden Materialschlacht werden.
Nicht zuletzt deswegen erinnert SCORE unweigerlich an einen HK-Streifen.
Lief auch beim Fantasy-Filmfestival! Wohl auch der Hauptgrund für eine deutsche Heimkinoauswertung.
Kein "Must See", aber trotzdem ein, vor allem für Fans, sehenswertes Fun-Movie.
6 von 10