Review

Wie immer gilt: Spoiler enthalten... bitte verurteilt mich nicht!

Um Score mit zwei Worten zu beschreiben: Japanischer Brecher.
Asiatische Kameraführung (ach nee), diverse gut ausgeprägte Charaktere, Waffen, Shootouts, Blut fliesst aus Wunden wie Wasser aus dem Wasserhahn (Zitat eines Freundes) und keine schlechte Story... was will man mehr?

Los geht's mit der Vorstellung des Hauptdarstellers Chance (so zumindest auf der DVD Hülle, IM Film klingt's eher nach Chace) der mit ein "bisschen" Nachdruck gebeten wird einen letzten Job für den grossen Boss zu erledigen. Er will aber nicht so richtig, lässt sich aber überreden. Mit dem Hintergedanken abzuhauen. Das Land zu verlassen. Ich möchte fast sagen: Stiften zu gehen.

Der Job ist: Einige schöne Juwelen abzugreifen. Sein Lohn zig Tausend Dollar. Allerdings kann er den Job nicht alleine durchziehen (Chow Yun Fat hätte es geschafft) und versammelt ein Gangsterteam um sich. Allerdings schwindelt er etwas. Denn der Lohn ist angeblich auf einmal Millionen und jeder bekommt einen gültigen Pass, so dass er das Land verlassen kann.

Der Raub verläuft mehr oder minder Reibungslos. Gut, ein Gefährte wird angeschossen. Aber da er das Fluchtauto vollsaut und immerzu jammert sei er nicht weiter beachtet. Treffpunkt für den Tausch Ware gegen Geld (wie im richtigen Leben) soll in einem alten Fabrikgelände durchgezogen werden. Also nix wie hin...

Auf dem Hinweg lernt der Zuschauer ein Gangsterpärchen kennen. Die hören im Radio vom Juwelenraub und sehen die Jungs in den Fluchtautos vorbeifahren. Und sie reagieren wie ich es natürlich auch getan hätte: Hinterher, die Juwelen kann man sicher irgendwie klauen.

Überspringen wir etwas Handlung in der das Mißtrauen der Juwelendiebe untereinander klar gemacht wird. Dann treffen das Pärchen und die Diebe aufeinander. Ziemlicher Streit um die Beute ist die logische Konsequenz. Hier erstmals: Verstärkter Schusswaffeneinsatz. Die Klunker verschwinden immer wieder und tauchen wieder auf. Nachdem sich noch einer der übrigen Diebe allein absetzen will, aber aufgehalten wird, das Mädel erschossen wird (Flüchtende Frau, unbewaffnet in den Rücken geschossen... gnadenlos, inklusive Blutfontäne) und ihr Macker mit den Juwelen abhauen will taucht der Chef auf. Im Gepäck ein paar schwerbewaffnete Söldner.

Jetzt sind nur noch Chance und ein Kumpel übrig. Tjaaa, und es kommt wie es kommen muss 2 vs Rest. Und nun beginnt der wirklich "beschiessene" Teil (hier hat sich ein wirklich schlechter Kalauer versteckt). Shootouts in bester John Woo Manier. Und ich MEINE Woo Manier.
Ausserdem intressant zu wissen was ein Kerl aushalten kann: Diverse Einschüsse in Bauch, Arme und Beine von verschiedensten Kalibern. Sowie 'ne volle Ladung Schrot.

Zum Schluss stehen trotzdem noch die beiden "Helden". Wenn dann nicht die Polizei käme... so läufts halt im Leben. Und an dieser Stelle erhält der Film nochmal eine leicht überraschende Wendung. Die hier aber nicht verraten wird.

Der Film fesselt und knebelt den Zuschauer und zwingt mit vorgehaltener Waffe zum Anschauen. 1a Atmosphäre wird auch geboten. Eigentlich eine 10/10... WENN da nicht ein leicht auffälliges Manko wäre:
Es ist EINIGES geklaut. Shootouts sowie Handlungsteile und der Schluss kommen einem ziemlich bekannt vor. So wie ich die Sache sehe, steht der Vergleich zu "Reservoir Dogs" nicht umsonst auf der Hülle. Und wie ich bereits erwähnte sind einige John Woo Gags dabei. So steht in einer Fabrikhalle seelenallein (gibt's das Wort überhaupt?) eine Trennwand, die nicht mal die Wände der Halle berührt. Ziemlich viele Fenster sind reingezimmert (in die Trennwand). Und dann rennen Chance und so'n Söldner von links nach rechts vorbei, nur um sich durch die Fenster zu beschiessen... Harte Ziele lässt grüssen.

Alles in Allem trotz den kleinen Diebstählen ein wirklich gelungener Film, den ich vor allem Fans des Asiatischen Actionfilms ans Herz legen kann.

Wertung: 9/10

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