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Der Gangster Chance wird von seinem Boss, dem Schakal, aus dem Gefängnis freigekauft. Dafür soll er nach einigen Banküberfällen noch einen großen Juwelencoup mit vier anderen erledigen, um seine Schuld zu begleichen. Die Übergabe der Beute in einem stillgelegten Betonwerk läuft allerdings alles andere als nach Plan, denn verschiedene Parteien haben von dem Treffen Wind bekommen. Dieses "wer jagt wem die Beute ab Spiel" ist natürlich aus diversen anderen Actionfilmen bekannt. Ausnahmsweise wird hier mal eine Tarantinostory aus Asien kopiert, und nicht andersrum. Trotzdem wissen die Schauspieler (innerhalb ihres Genres) einigermaßen zu unterhalten und schließlich zieht das Drehbuch zunehmend das Tempo an. Dieses geht eindeutig einher mit immer blutigeren Shoot-Outs, was uns mal wieder beweist, dass ein richtiger Yakuza weit mehr als eine läppische Kugel im Leib verträgt. Am Ende ist garantiert kein Hemd mehr weiß und es stellt sich durchaus die Frage, ob jemand diesem Schlachtfeld entkommt. Regisseur Atsushi Muroga verlagert den breit ausgewalzten Showdown in eine verrottete Industrieanlage, wie er es auch in seinem späteren Zombiefilm "Junk" wiederholte. Nebenbei baut er ein paar kleine filmische Gimmicks ein, nötig wäre das nicht unbedingt, denn Freude an "Score" haben sicherlich eher Actionpuristen, die weniger auf Anspruch als auf gorige Nipponaction stehen. Für eher filmisch Sehende ist dann doch eher "Reservoir Dogs" geeignet.

Fazit: Mehr Showdown als glaubhafte Handlung, aufgrund des zunehmenden Tempos und der direkten Umsetzung durchaus spannend. 6/10 Punkten

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