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1896 unternimmt Professor Aitken mit seinem Sohn Charles und dem Ingenieur Greg Collinson eine Expedition zum Bermuda-Dreieck, um das versunkene Atlantis zu suchen. Mit einer Taucherglocke steigen Charles und Greg in die Tiefe und finden auf Anhieb eine goldene Statue vor einer unterirdischen Höhle. Kurz darauf werden sie von einem Riesenkraken angegriffen, der den Kapitän mit vier seiner Männer und die Taucherglocke in die Tiefe zieht, wo sie in einer unterirdischen Welt ankommen. Sie werden direkt von freundlichen Atlantisbewohnern empfangen, doch der Schein trügt. Schnell stellt sich heraus, dass diese Menschen fangen und versklaven. Die Crew wird eingesperrt und soll in Kiemenmenschen verwandelt werden, die nur in Atlantis leben können, so dass eine Flucht nicht mehr möglich ist.
Warlords of Atlantis ist mal wieder ein klassisches Beispiel, wie man ohne großes Budget und einer hanebüchenen Story, einen unterhaltsamen Fantasy/Abenteuer Film zusammenstricken kann. Auch wenn die die Außenaufnahmen entweder aus Modellen oder Studiotapeten bestehen, die Monster aus Gummi und die Interaktion Mensch gegen Mistvieh stets vor einer Leinwand spielen, für 1978, also die Zeit vor CGI, sind die handgemachten FX durchaus gut gelöst, besonders der Riesenkrake macht als shipwrecker eine solide Figur.
Während die Geschichte sich eher auf Unterhaltung und seine Figuren konzentriert sollte man als Zuschauer sein Logikzentrum besser auf einen langen Abendspaziergang schicken. Da wird das auftauchen von vorzeitlichen Dinosauriern und Riesenkraken mit einem besseren Schulterzucken als fast selbstverständlich aufgenommen, in einer Riesenhöhle unter Meeresniveau herrscht mehr Sonnenlicht als am Strand von Miami Beach und mehrminütige Unterwasseraufenthalte enden nicht mit ersaufen, sondern können mit einem leichten schütteln aus den Klamotten gewackelt werden. Auch Trashfans werden hier ihre helle Freude an dem Streifen haben.
Die routinierten Schauspieler leisten insgesamt gute Arbeit, nur der Score ist reichlich synthie-grausig angehaucht. Tauchfahrt des Schreckens ist meiner Meinung nach einer der Klasskier des old fashioned Abenteuerfilms. Wir haben ein Möchtegernutopia unter Wasser, ein Haufen Monster und nebenbei werden auch noch die Geheimnisse der Mary Celeste und von Atlantis aufgeklärt, Herz was willst du mehr.
7/10

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