Review

Gottserbärmliche Fortsetzung von „Der verrückte Professor“, offensichtlich einzig und allein der Versuch, von der Bereitschaft Eddie Murphys zu allerlei Verkleidungen zu profitieren.
War der erste Film noch eine halbwegs amüsante Variante des Jerry-Lewis-Klassikers, der sich neben einer Portion Klamauk durchaus gefühlvoll den Problemen des vollfetten Sherman Klump widmete, um zwischendurch zur Auflockerung kurze Ausflüge in den Gross-Out-Humor zu machen, ist der zweite Film komplett auf die überdimensionierte Großfamilie Klump zugeschnitten.

Die Sherman-Handlung, die sich diesmal um ein Verjüngungsserum dreht, ist nur noch ein Vehikel, um den großen Kerl vor seiner Hochzeit so richtig in Schwierigkeiten zu bringen.
Genausoviel Platz wird den Potenzproblemen seines Papas eingeräumt, der Probleme hat, seine wohlgefüllte Frau noch attraktiv zu finden. Ergänzt wird diese Mischung aus Flatulenzen und sexuellen Anspielungen und Poltereien durch die endlosen Sexkapaden von Großmama Klump (Murphy spielt wie im ersten Film bis auf den jüngsten Sohn alle Rollen der Klumps), die sich bis ins hohe Alter eine überdimensionierte Geilheit bewahrt hat.

Wenn man sich den Vorspann so ansieht, dann haben da viele der Größen der modernen US-Comedy mitproduziert, von Shadyac bis Oedekerk, doch was rauskommt, sind wieder mal infantile Sex- und Körperfunktionswitzchen bis zum Gehtnichtmehr. Anstatt die skurilen Klumps wohldosiert einzusetzen, bevölkern sie fast jede Szene und drängen Sherman selbst in den Hintergrund, dessen Braut Janet Jackson auch wenig zu tun hat, als lediglich breit zu lächeln.

Ganz in die Schüssel geht der Film natürlich mit dem Auftauchen von Eddie himself als überkandidelter Buddy Love, der hier dank seiner genetischen Reprodukton diverse Hundeverhaltensweisen an den Tag legt. Seine übertrieben großspurig angelegte Kreischerei tötet auch noch den letzten verbliebenen Nerv ab, sich näher mit diesem Film zu beschäftigen, der seine Handlungsstränge dann auch mit der Brechstange zu Ende bringt.

Das Ergebnis ist ein Flickenteppich von schlechten Ideen, zu einem Film zusammengeklebt und durch Murphys ständige Präsenz geradezu penetrant aufdringlich in seiner Kindlichkeit.
Siebenjährige haben da sicher ihre Freude dran, aber die sexuellen Anzüglichkeiten muß man der Zielgruppe leider immer erst erklären.
Bemühen wir uns, das schnell zu vergessen. (2/10)

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