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Roger Mont Elise möchte gerne mehr über seine Vergangenheit erfahren, er hat nämlich weder eine Ahnung wer sein Vater war, noch kennt er den Namen seiner Mutter. Eines nachts gibt ihm ein seltsamer Fremder mit nur einem Bein einen Brief in dem ihm ein Graf Regula anbietet Informationen bereitzustellen. Roger lässt alles stehen und liegen und macht sich sofort auf den Weg. Begleitet wird er von dem versoffenen Priester Fabian und der hübschen Lilian von Brabant, die ebenfalls auf dem Weg zum Schloss Andomai ist...

Harald Reinl entführt uns direkt ins finstere Mittelalter. Die Paralellen zu "Nosferatu" sind unübersehbar. Wirklich gruselig kommt das Ganze heutzutage natürlich nicht mehr daher, obwohl Reinl sichtlich bemüht ist dem Zuschauer Angst einzujagen. Es gibt einen Wald in dem lauter Leichen an den Bäumen hängen, einen dunklen Tunnel voller Totenköpfe und so allerhand. Rein optisch hat "Die Schlangengrube und das Pendel" mehr zu bieten als so mancher Horrorfilm aus der heutigen Zeit. Obwohl der Österreicher mit dem dunklen Wald und dem großen Schloss Andomai mit seinen vielen finsteren Gängen und Kerkern die perfekte Location für einen Gruselfilm wie diesen wählte will eine düstere Atmosphäre bis zum Schluss nicht aufkommen. Das ist sehr schade, denn spannungstechnisch hat Reinl alles richtig gemacht. Die Wahl der Schauspieler ist passend, auch wenn ich zugeben muss das Horrorlegende Christopher Lee als böser Graf Regula etwas zu kurz kommt.

"Die Schlangengrube und das Pendel" ist ein solider, netter Grusler für zwischendurch. Fans von Hammerfilmen kommen hier voll auf ihre Kosten, alle anderen können ruhig einen Blick riskieren, verpassen aber auch nicht allzu viel wenn sie es bleiben lassen.

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