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Der Verlobte Philip Winthrop reist aus Boston an, um seine angebetete Madeline Usher abzuholen. Doch ihr Bruder Sir Roderick will dieses vereiteln, denn auf dem Hause Usher und der Familie liegt ein Fluch; er sehnt sich nur noch das Aussterben seines Adelsgeschlechts herbei. Immer mehr wird das düstere Geheimnis der Ushers mit ihrer Ahnengalerie von Verbrechern bekannt, bevor es zum unvermeidlichen Showdown kommt. Mit Talent schauspielert Vincent Prices Figur dem Städter etwas vor, die Rolle des leidenden Adeligen liegt ihm offensichtlich gut. Während die Ausstattung, typisch für Roger Corman, eine Schloßattrappe, neblige Landschaft und natürlich viel Spinnenweben enthält, wird der Zuschauer gegen Ende in wahrhaft psychedelische Albtraumszenen in blau geführt. Die in Poes Geschichten immer wiederkehrenden Elemente (lebendig beerdigt zu sein z.B.) finden sich pflichtbewußt in diesem Gothic-Klassiker, der wohl eine der berühmtesten Verfilmungen darstellt. Dabei kommt der schnell abgedrehte Streifen wie ein Kammerspiel über fast die ganze Laufzeit mit vier Schauspielern aus und hat doch keine Längen, wenn er erstmal in Fahrt kommt.

Fazit: Unterhaltsamer Gothic-Klassiker, der für Vincent Price wie E.A.Poe-Fans interessant sein dürfte. 6/10 Punkten

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