Da war man im Zuge von "Krieg der Welten" war wieder etwas Kino-interessierter, und schon kommt der erste Dämpfer...
Die Smiths - ein Profi-Killer-Pärchen, die anfänglich beide nichts von dem Job ihres Partners wissen - scheinen prädestiniert für eine zeitgeistige Screwball-Komödie. (Beziehungs-)Problemchen der High-Society-Gesellschaft werden bleihaltig kuriert, ohne jedoch auch nur ansatzweise den Charme der Klassiker zu transportieren.
Der Film beginnt durchaus gut gelaunt, hält zuweilen einige gewitzte Dialoge parat und Brad Pitt kann auch auf der Comedy-Schiene durchaus überzeugen, allerdings kommt (mir) Angelina Jolie als Killer-Babe wie schon in "Tomb Raider" als äusserst unsympathisch rüber und es will sich daher keine rechte Chemie zwischen den beiden einstellen - wo ist Geena Davis, wenn man sie braucht?!
Ab dem Mittelteil plätschert der Film begleitet von diversen Gähnern belanglos vor sich hin, aufgelockert durch einige Action-Sequenzen, die allerdings keinen heutigen Kino-Standard darstellen und auch sonst keinen nennenswerten Show-Charakter besitzen - die finale Ballerei ist sogar erschreckend unspektakulär und entlässt den Action-Fan mit grummelnden Magen.
Ich fand' den Film lausig und in jeder Beziehung halbgar. Ein paar witzige Oneliner, ein leerbestellter Waffen-Katalog und jede Menge Rauch um Nichts - 'n bißchen wenig für'ne Kino-Karte. Da hatte der ähnlich gelagerte "True Lies" weitaus mehr Witz und Wumms. Schade - Doug Liman hab' ich nach der "Bourne Identität" einiges zugetraut - "Mr. and Mrs. Smith" stellt eher den Rückschritt dar...