08/15 Eheleben: John und Jane sind glücklich verheiratet. Ein bißchen langweilig vielleicht, auch sicherlich das ein oder andere Defizit, aber wohl nichts was eine Paartherapie nicht beseitigen könnte. Aber doch gibt es da so das ein oder andere kleinere Geheimnis was der Partner vom anderen verschweigt, in erster Linie den Beruf betreffend.
Ähnlich Schwarzeneggers "True Lies" ist John nämlich alles andere als Bauträger. Doch auch Jane ist nicht an der Wallstreet "irgendwas mit Computern". Auftragskiller, top ausgestattet, die Besten, so geheim, daß nichtmal der Partner etwas ahnt.
Wer sich erstmal auf diesen irren Plot gedanklich einläßt, erwartet eine interessante, fesselnde und durchaus humorige Story. Doch schafft es "Mr. & Mrs. Smith" nicht, diese Erwartungshaltung zu erfüllen. Zu banal, zu glattgestrickt verläuft der Film - und zu aberwitzig und spektakulär versucht Doug Liman (yeah, ich hab auch schon die Umsetzung von "Die Bourne Identität" vermasselt) dieses Thema in Szene zu setzen. Zuviel Krawall, zuviel Action an unpassenden Stellen, zu übertrieben die Qualitäten der beiden ungleichen und doch verheirateten Auftragskiller.
Entsprechend müde wirken auch Angelina Jolie und Brad Bitt. Allenfalls in einem kleinen Teil springt der Funke über (nämlich genau dann, wenn Action im Hintergrund steht und der komödiantische Teil überwiegt) und die beiden Topschauspieler zeigen ihre Fähigkeiten. Deutlicher kann man den Wunsch auf eine Reduktion der übertriebenen Spektakel kaum zum Ausdruck bringen.
So bleibt unterm Strich ein belangloser, kaum im Gedächtnis bleibender Film zurück, ohne wirkliches Highlight, ohne nachvollziehbarem Showdown, ohne amüsantes Happyend. Enttäuschend - aber trotzdem bedingt unterhaltsam. B-Movie auf Kinoleinwand.
(5/10)