Das auf eigentlich recht nett klingende Inhaltsangaben auf Covern beim Anschauen des Films extrem schlechten Müll zur Folge haben, scheint bei Titeln vom Label MIB standard zu sein. Auch "Jolly Roger: Massacre at Cutter's Cove" reiht sich nahtlos in jene Reihe von Filmen ein, die absolut kein Mensch braucht.
Die Story ist schnell erzählt und so dämlich, das es kaum Worte dafür gibt. Eine von hier auf nichts auftauchende Schatzkiste wird von Jugendlichen geöffnet, daraufhin erscheint ein böser Pirat, der sich an den in Cutter's Cove lebenden Nachkommen seiner damals meuternden Crew rächen will. Storymäßig hat man sich wohl bei "The Fog" inspiriert, kann dies aber nicht mal annähernd vorteilhaft ausnutzen. Die Schauspieler sind erwartungsgemäß schlecht, was aber auch traditionell ein Gestaltungselement des Slasherfilms ist.
Schließlich sind die eigentlichen Hauptdarsteller ja immer die bösen Killer, denen der geneigte Fan ja gerne bei ihrer Arbeit zusieht. Doch hier lohnt sich das für Slasherfans überhaupt nicht, da es lediglich unspektakuläre Morde sind, die zudem in der deutschen MIB-Fassung entfernt wurden. Bleibt zu beantworten, ob sie zu hart oder zu schlecht waren um dem deutschen Filmfan gezeigt zu werden..
Wer mal einen richtig mies inszenierten, extrem öden und stinklangweiligen Slasherfilm sehen möchte, dem kann man "Jolly Roger" nur wärmstens empfehlen. Alle Anderen: Hände weg!
1 von 10 Punkten.