Review

Zu beginn dieses Reviews will ich ein bisschen wehmütig an die "guten alten Zeiten"
zurückdenken..das war noch was als in denn "Violent 80ties" zB Arnie mit einem
lässigen Spruch eine Handvoll Gegner abknallen durfte und auch Blut kein Tabu war.
Zwar gibt es heute eine Art "Revival" der erwachsenenorientierten Filme - doch
das sind bis jetzt vor allem die neuen Horrorfilme, denn wie sehen die Action-
filme selbst denn heute meist aus ? Man kann meist unterscheiden in:

a)geschleckte Hollywoodpüppchen schlüpfen in Latexanzüge und sollen
Superhelden sein, da spielt dann auch mal ein Tobey Maguire Spiderman.
Bevor Elijah Wood als Superman kommt, oder der Harry Potter Darsteller als
Herkules, wende ich mich grausend ab...
b)"Pseudocoole" Actionschonkost mit "herrlich coolen" Hauptrollen wie etwa:
xXx - Triple X - alles schön Familienorientiert ab 12 Jahren - da raunt
vielleicht ein "Hipper" teenie mit umgedrehter Baseballkappe ein "Cool"
bevor er in seinen weiten Hosen aus dem Kino wackelt - ich habe schon nach
40 minuten abgeschaltet und erspare mir auch wohl ähnliche "Actionperlen"
wie Transporter - The Mission oder Riddick....

Was kann man tun wenn man von halben Hemden in Latex oder Actionlight mit
"coolen" Typen und Sprüchen mehr als genug hat ?
Ein Mann stemmt sich gegen die Ballerleere ! Ein Mann alleine räumt mit
der ganzen "hippen" Trendkacke und denn Latexmännchen auf !
Leider ist der Mann inzwischen ausser Form, alt und übergewichtig...und
das Actiondrehbuch entstammt mal wieder wohl einer Sandkastenfreundschaft
zweier Macher - und ist auf genau diesem Niveau (Panzer macht bumm egal
warum) stehengeblieben, aber das ist jetzt die Überleitung zu einem der
letzten Seagal Filme - Vorhang auf für Submerged !

Also erstmal die "Story": Seagal und sein Team hocken im Militärknast weil Sie
einen Anschlag wie denn 11ten September (mit einem Tanker!) verhindert haben,
aber die UNO (!) meckerte und sie hocken jetzt aus "politischen" Gründen.
Doch jetzt gibt es die Chance für eine Begnadigung und auch noch 100.000 $ !

In Südamerika will ein Militär putschen und hat einen Wissenschaftler der
Menschen "umdrehen" und Ihnen Befehle implantieren kann. Bei einem Einsatz
wird die Basis des Militärs zerstörst doch der Wissenschaftler hat eh eigene
Pläne und macht sich auf die Socken - immer mit Seagal und seinem Elitetrupp
hinterher bis zum grossen Finale bei dem der Präsident gerettet wird etc...


Wie soll ich jetzt das ganze bewerten ? Ballern wie früher, doch leider sind
manche der Nebendarsteller ein Witz, ich will nur einfach 3 Beispiele nennen:
-die "Wissenschaftlerin" hat 5 Jahre Marines hinter sich und kämpft besser
als manche Söldner, nach 10 Bier glaube ich euch das vielleicht sogar...
-Kontaktperson ist ein dürres Model das 2m Männer beim Armdrücken besiegt
-Ex Fussballrüpel Vinnie Jones als Elitesoldat ist nur noch zum lachen und
staunen...null können oder technik - aber mit primitivstem Strassenschläger
gehampel Delta Force(oder was das sein sollte) Offiziere erledigen.
Lustig: die Szene mit dem "umgedrehtem" Teamführer im Hotel der das Gewehr hat.
Denn macht "uns" Vinnie mit dem wirklich einfachstem anspringen und reinkloppen
fertig - in echt hätte er da mit dieser "Technik" schneller einen Genickbruch
als er früher ein Foul begehen konnte.

Dann die "Story", das die Grundstory denn Inhalt einer leeren Flasche hat sei
ja verziehen, doch wie sind denn die Actionszenen gemacht ? Halbwegs aufwendig
aber fast immer mit solchen Logikfehlern das es kracht...
Besonderer "Höhepunkt" der mir sofort einfällt: die Ballerei im Tunnel als
Seagal und Co. ein halbes Heer und einen Panzer fertig machen. Wie geht der
Gegner vor ? Erledigt die "guten" mit dem Bordmg ? Knallt mit der Kanone rein
als die wie Enten aufgereiht da stehen ? Nein - der Panzer macht: gar nichts.
Stattdessen hüpfen vor dem Panzer die "bösen" sinnlos auf und ab um sich
abknallen zu lassen - Seagal schiesst dabei mit der Schrotflinte schneller als
die meisten mit dem MG(!)...um dann im "finalem Angriff" die letzen Gegner
niederzuschlagen (tolle Schiesserei) und eine Granate in denn (natürlich
offenen) Turm des (nichts machenden) Panzers zu werfen.

Bevor es ausartet hier in Kurzform:

Positiv:
-blutiges Geballer fast wie früher (wenn man das als gut ansieht)
-halbwegs gut gemachte Action (von der Technik!)

-mehr oder weniger akzeptabler Film und Budget
-Seagal muss nicht so tun als ob er bestimmte Kampfstile kann
-durch denn obigen Punkt hüpft kein Asiate mit Perücke als Seagaldouble herum

Negativ:
-dumme Story (wobei das hier schon Standard ist)
-Actionszenen/-logik hätte ein Schimpanse besser entworfen
-Manche Darsteller (Vinnie Jones!) sind genau 0,0% als Elitesoldaten glaubhaft

Fazit: ganz nett für Gehirn abschalten und sich wehmütig an früher erinnern -
schade nur das bei einigem grobem Unfug das Gehirn sich trotzdem empört meldet.

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