Review

Na also, es geht doch. Der zweite richtig gute B-Actioner mit Steven Seagal im Jahre 2005. In vier Filmen spielte er die Hauptrolle in diesem Jahr und zwei davon sind gelungen, über die anderen Beiden wollen wir mal lieber nicht reden.
Man merkt hier gleich, wem man diesen Ruhm zu verdanken hat. Nämlich Regisseur Anthony Hickox, welcher den Dreh einfach raus hat. Seine Inszenierung ist top und trägt seinen eigenen Stil. Produziert von der Firma Millenium Film, stand Hickox auch ein etwas größeres Budget zur Verfügung und dafür lässt er es auch mächtig krachen. " Submerged " ist ein sehr professionel aussehendes B-Movie, welches sogar mit einer echt guten Story aufwartet. Ein echter Grund für Seagalfans wie mich, sich mal wieder zu freuen.

Inhalt:
Dr. Lehder und seine Terroristengruppe benutzen Agenten des Secret Service durch Psychokontrolle als willenlose Mörder. Ein Team um Colonel Sharpe ( Gary Daniels ) wird losgeschickt um Lehder zu töten, doch sie werden gefangengenommen. Nun holt man sich Chris Kody ( Steven Seagal ) und seine alte Truppe. Diese schmoren seit ihrem letzten Einsatz im Knast. Man bietet ihnen volle Begnadigung an. Das Team um Kody macht sich sofort auf den Weg, doch Verräter in den eigenen Reihen, machen ihnen das Vorgehen nicht gerade leicht. Schließlich gelingt es ihnen das Versteck von Lehder auflaufen zu lassen, doch Dieser hat sich schon längst abgesetzt und arbeitet an seinem nächsten teuflischen Plan.

Sogar die Story ist richtig gut. Es geht um das Thema Gehirnwäsche und die Psychokontrolle, welche man über Menschen erlangen kann. Nur die Computertfilme, welche die Opfer zu sehen bekommen mit der Klippe und der Windmühle verfehlen ihre Wirkung etwas und sehen auch billig aus. Aber das Resultat ist trotzdem interessant.
Auch ist das Ganze nicht so vorhersehbar. Sogar die Leute aus Kodys Team sterben wie die Fliegen und man kann absolut nicht sagen, wer am Ende von ihnen übrigbleibt.
Natürlich ist das ein ganz harter Haufen, welcher uns im Schnellverfahren durch Untertitel vorgestellt wird. Zwar sind die Meisten des Teams 08/15 Charaktere, aber die verschiedenen Eigenschaften sind doch sehr abwechslungsreich. Auch mit Schimpfwörtern und Onlinern wird nicht gegeizt und auch Steven Seagal lässt sich als hinreißen.
Die oft wechselnde Kulisse ist wirklich gut geworden, ausnahmnsweise mal keine Ostblockgeschichte, das tut gut. Hier wechselt man stetig den Ort. Von einem Flugzeugträger zu einem riesen Damm, dann auf ein U-Boot und schließlich in die Stadt zurück.
Der rockige und abwechslungsreiche Score stammt von Guy Farley. Für ein B-Movie bekommt man mächtige Sounds um die Ohren geschlagen, welche locker mit Blockbuster mithalten können.

Rasanz ist hier auch kein Fremdwort und so wird die Story sehr schnell abgezogen und umgesetzt. Nur kurz vor dem Finale hat " Submerged " mal einen kleinen Hänger, doch Diesen kann man verzeihen.
Actiomäßig geht es hier sehr ordentlich zur Sache. Viele Shootouts, Soldaten werden in Dutzenden erschossen, aber auch von den Guten müssen Viele ihr Leben lassen. Blutige Einschüsse werden uns nicht vorenthalten, denn Diese sind auch massenhaft vertreten. Geprügelt wird auch ordentlich, nur hätte ich mir von Seagals Seite mehr gewünscht. Er darf leider nur zweimal ran und der Fight gegen Gary Daniels ist zwar spektakulär aber viel zu kurz. Der Zweite Fight wird sogar mit einem Gong eingeläutet. Sogar die Choreographien sind sehr hart geworden und sehen gut aus.
Spannendster Teil des Films spielt auf dem U-Boot, als die manipulierten Soldaten durchdrehen, aber auch sonst geht die Spannung solide mit.
Im Finale lässt man es nochmal richtig krachen, Seagal bekommt nochmal ein eigenes Intermezzo, in dem er kräftig austeilen darf. Doch aus dies ist wieder etwas zu kurz geraten.
Anthony Hickoxs Inszenierung lässt eigentlich keine Wünsche offen. Die Kameraführung ist sehr ruhig und etwas mit Stilmittel aufgepeppt. Auch die Explosionen sehen gut aus, nur in manchen Szenen ist das CGI etwas schlecht umgesetzt, aber sonst auf sehr hohem Niveau.

Steven Seagal liefert eine gute Show ab, aber an die alten Zeiten kommt er nicht heran. Aber er hat seit " Out of Reach " wieder etwas abgespeckt und wird nur selten gedoubelt. Auch Tritte und Moves führt er wieder selbst aus. Ansonsten hat er wieder seine alte Synchro und gibt einige Onliner zum Besten.
Vinnie Jones als Sniper ist auch eine tolle Figur, vor allem seine harten Prügeleien sind echte Hingucker. Auch er nimmt kein Blatt vor den Mund und klopft Sprüche am laufenden Band.
Die restlichen Darstelller sind alle durchschnittlich und überzeugen in ihren Rollen. Es gibt keinen Charakter welcher lächerlich wirkt.

Fazit:
Actionreiches und professionel inszeniertes B-Movie, Anthony Hickox sei dank. Sogar die Story ist wendungsreich, bietet eigene Ideen und ist rasant und spannungsreich umgesetzt. Nur vor dem Finale hat der Film mal einen Durchhänger. Aber ansonsten gibt es Action pur. Viele Shootouts mit blutigen Einschüssen, einige Fights und Sachschäden. Nur Seagal darf zu wenig ran, von ihm hätte ich mir ein paar mehr Fights erhofft. Die wechselnde Kulisse ist gut in Szene gesetzt und der Score haut richtig rein. Die Darsteller machen ihre Sache gut und Steven Seagal gibt sich Mühe und wird selten gedoubelt.
" Submerged " ist rundum gelungen, davon hätte ich gerne mehr.

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