Als ein Geheimdienstagent in Südamerika einen Botschafter niederschießt, schrillen im Hauptquartier der CIA die Alarmglocken. Offenbar ist der Agent einer Art Hirnwäsche unterzogen worden, von der noch weitere Mitglieder des CIA und Militärs betroffen sind. Kopf der Verschwörung ist Arian Lehder, der ein geheimes Forschungslabor unterhalb eines gigantischen Dammes betreibt. Um Lehder zu stoppen, bedarf es des besten Kämpfers der Welt: Chris Cody. Dummerweise sitzt dieser gerade im Knast, doch die CIA verspricht ihm vollständige Rehabilitation, sollte es ihm gelingen, Lehder zur Strecke zu bringen. Mit einem U-Boot und einer Gruppe ehemaliger Häftlinge beginnt Cody seine Mission.
Und wieder einmal hat ein Actionfilm made in US Burlgarien verlassen und Regieveteran Anthony Hickox präsentiert uns eine weitere dreckiges Dutzend Variante der Neuzeit. Als Star wurde flink Steavan Seagal eingeflogen, der allerdings nach ca einer Viertelstunde seine Plauze auf den Schirm schiebt. Die Story des Films ist dabei gar nicht mal uninteressant, beliebige Personen könne durch Gedankenmanipulation zu perfekten Attentätern umfunktioniert werden (ähnlich wie in die nackte Kanone zB mit dem Baseballspieler und der Queen). Die Methode scheint zwar nicht unbedingt wissenschaftlich fundiert ausgearbeitet, hat aber durchaus das Potential zu einem passabelen Actionthriller.
Und genau das ist es was Submerged zu bieten hat. Diesmal muß ausnahmsweise Uruguay als Schurkenstaat herhalten, aber die Szenen dort am Staudamm, oder in der Oper sind gut in Szene gesetzt und wirken optisch professionell. Zwar verflacht das Geschehen nach einem guten Start doch ab und an, aber langweilig wirkt der Film nie, denn ständig wird wild in der Gegend rumgeballert oder -gekloppt. Der Schwerpunkt liegt dabei aber eindeutig bei den Feuergefechten, die gewohnt blutig von statten geht. Etwas enttäuscht war ich von den Martial Arts Einlagen. Hat man mit Seagal, Gary Daniels und Vinnie Jones mindestens drei Leute dabei die sich in der Materie auskennen, kommen die gewohnten Handkloppereien ein wenig zu kurz. Zwar werden ab und zu die Fäuste geschwungen und einige Genicke geknackt, aber da wäre doch deutlich mehr drin gewesen.
Immerhin stimmt der Härtegrad und die handfeste Action, die beide durchgehend recht spannend präsentiert werden. Leider kann man dies von den Spezialeffekten nicht unbedingt behaupten, wahrscheinlich wurden die ebenfalls in Bulgarien hergestellt, passen aber so gar nicht zur sonst sehr ansprechenden Optik. Die Darsteller sind ok, Seagal ist halt Seagal und wird sich nicht mehr ändern, der Rest fällt nicht nach oben oder unten auf.
Submerged ist jetzt nicht erade der Oberhammer, kann aber 90 Minuten ansprechend unterhalten, wenn man über diverse Logiklöcher und CGI Schwächen hinwegsieht. Für Seagal Fans auf jeden Fall einen Blick wert.
6/10