Review

Cronenberg hat seine Fans mal wieder mit einem Filmchen beglückt. Doch irgendwie ist „A History of Violence“ schon anders als viele seiner alten Filme.

Tom Stall ist Ehemann und Familienvater. Er betreibt ein kleines Diner und führt ein ganz normales Leben. Bis zu dem Tag, als zwei Verbrecher sein Diner betreten und ihn und seine Gäste bedrohen. Instinktiv handelt er und bringt dabei beide Diebe um. Nach diesem Ereignis wird er als Held gefeiert und sein Bild macht in ganz Amerika die Runde, doch der Erfolg zieht noch weitere finstere Gestalten an. Was wollen die nur von Tom?

History basiert auf einem Comic welches ich leider nicht kenne. Daher kann ich zum Vergleich auch keine Aussagen machen. Der Film an sich wurde wirklich gut in Szene gesetzt, wenn auch Cronenbergs Note nicht so heraussticht wie zu seinen Erstwerken. Die Schauspieler passen gut ins Bild. Allen voran Viggo Mortensen und Ed Harris, die wirklich schön spielen.
Erstaunlich sind einige ziemlich freizügige Sexszenen, die auch das US Release überstanden haben, was schon verwundert. Auch in Sachen Gewalt geht einiges. Da wird nicht gleich weggeblendet. Die Kamera zeigt immer wieder lange Close-Ups. Allerdings wirkt die Gewalt schon überzeichnet, comicmäßig halt.
Das einzige was mich wirklich stört ist, dass der Zuschauer schon sehr bald weiß, was eigentlich Sache ist. Darunter leidet dann die Spannung. Auch zum Ende hin wird keine Überraschung oder ein Twist geboten, weshalb der Showdown schon in gewisser Weise enttäuscht. Trotzdem ist History ein interessanter Film geworden.

Leute die mit Cronenberg noch nie viel anfangen konnten könnten hier Glück haben. Der Film lässt sich gut anschauen und liefert keine schwerverdaulichen Szenen a la „Naked Lunch“ und Co. Bis auf den Showdown ein gelungener Film.

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