Will Ferrell spielt einen Hollywood-Star, der nach ein paar B-Movies mit einer Fortsetzung der Sitcom "Verliebt in eine Hexe" wieder zu altem Ruhm kommen will. Für die Rolle der Hexe holt er Nicole Kidman mit ins Boot, doch was er nicht weiß ist, dass diese tatsächlich eine Hexe ist, die nun versucht ein normales Leben zu führen. Darüber hinaus verliebt sich Kidman in den Darsteller, ohne ihm zu gestehen, was sie eigentlich ist.
Die Story ist sehr flach. Erst einmal ist es beinahe ein Frevel die Serie "Verliebt in eine Hexe" nach rund 33 Jahren wieder zu beleben. Gerade in der heutigen Zeit, in der wir von Teenie- und Liebeskomödien förmlich überschüttet werden, sind innovative Ideen sehr rar geworden. Doch leider kann der Film aus seiner guten Grundidee überhaupt nichts herausholen. Denn trotz der guten Idee verläuft der Film nach dem üblichen stereotypen und vorhersehbaren 0815-Muster. Die Charaktere bleiben dabei sehr flach, da sie frei nach dem Klischee gestrickt sind. Es gibt ein paar solide Einfälle, die aber im Großen und Ganzen einfach nicht harmonieren. Der Film verspielt wirklich alle Chancen.
"Verliebt in eine Hexe" läuft sehr langsam an und kann einfach nicht so richtig zünden. Das Muster ist dermaßen stereotyp und der Film ist so unglaublich lieblos umgesetzt, dass der Film beim besten Willen nicht unterhalten kann. Auch die wenigen Gags und Kidmans Zaubereien können den verkorksten Streifen kaum noch retten. Zum Ende hin wird der Film immer kitschiger und liefert überhaupt keine echten Gefühle mehr. Der Film ist wirklich ein Totalausfall und ein Diebstahl meiner Zeit.
Regisseurin Nora Ephron, die bereits für das Desaster von Drehbuch verantwortlich ist, leistet auch als Regisseurin mäßige Arbeit. Nachdem sie bereits einige Drehbücher verfasste und u.a. in "Lucky Numbers" Regie führte, hätte ich doch mehr von ihr erwartet. Die Filmmusik ist einigermaßen solide, will aber am Ende nicht so richtig zünden und das Wohlgefühl, dass man als Zuschauer von solchen Komödien erwartet, nicht aufkommen lassen. Es gibt ein paar Spezial-Effekte, wenn Kidman zaubert, die jedoch auch nichts mehr retten können. Darüber hinaus verliert sich Ephron in diversen Nebenhandlungen, wie z.B. der um Kidmans Vater, gespielt von Michael Caine. Das Erzähltempo ist zu langsam, sodass der Film noch langweiliger wird und zu allem Überfluss kann sie das Talent ihrer Darsteller kaum ausspielen.
Nicole Kidman präsentiert sich mal wieder mit einer neuen Nase, aber scheinbar wurde bei der Operation auch ihre Mimik auf Eis gelegt. Sie schaut die ganze Zeit irgendwie niedlich durch die Gegend, wodurch die kitschigen Szenen noch übertriebener wirken, da Kidman überhaupt keine echten Gefühle vermitteln kann. Darüber hinaus scheint Ephron es lustig zu finden, sie die ganze Zeit über mit der Nase wackeln zu lassen. Will Ferrell ist ebenfalls schwach. An machen Stellen wirkt er gelangweilt, an anderen wieder zu hysterisch, er scheint überhaupt nicht mit der Regisseurin zu Recht zu kommen. Ich weiß beim besten Willen nicht, was die gestandenen Oscar-Preisräger Michael Caine und Shirley MacLaine in diesem Schund zu suchen haben.
Fazit:
Bis auf die gute Grundidee gibt es wirklich nichts Gutes an diesem Steifen. Der Film präsentiert sich mit einer schlampigen Umsetzung und wirkt einfach unperfektioniert. Darüber hinaus wirken auch die Darsteller unter der schwachen Regie von Nora Ephron sehr schlecht. Zu allem Überfluss ist auch der Unterhaltungswert durch die kitschige und vorhersehbare Umsetzung sehr gering. Nur für ganz harte Fans von Teenie- und Liebeskomödien zu empfehlen.