Der junge Tennislehrer Chris, der selbst aus ärmeren Verhältnissen stammt, nutzt seine Chance und manövriert sich langsam in die besseren Kreise der feinen Gesellschaft. Über seinen neuen Freund lernt er Chloe kennen, die Tochter einer Upper-Class Familie, in die er kurze Zeit später auch schon "einheiratet". Über den Vater seiner neuen Frau kommt er auch beruflich gut vorwärts und könnte eigentlich den "erarbeiteten" Reichtum so richtig geniessen. Nur wie das Leben so spielt, verliebt er sich prompt in Nola, die geheimnisvolle, äusserst attraktive Freundin seines Freundes, die sich als angehende Schauspielerin mehr schlecht als recht über Wasser hält und in den Familienkreisen ihres Freundes auch nicht gerade gut angesehen ist. Mit ihr geht Chris nun ein Verhältnis ein. Als sie sich jedoch von ihrem Freund trennt und fortan nicht mehr in der Gesellschaft auftaucht, wird Chris unruhig und fängt an sie zu suchen. Doch nun gehen die Probleme erst richtig los.
Woody Allen hat mit seinem neuen Film (in dem er selbst nicht mitspielt) mal wieder voll ins Schwarze getroffen. Wie sich die komplizierte Liebesgeschichte entwickelt hat Klasse und ist absolut sehenswert. Ein hervorragendes Schauspielensemble bietet erstklassige Leistungen und ansprechende Dialoge. Allens Film ist eine böse Gesellschaftssatire und gleichzeitig ein Ehebruch-Drama, dass sich gegen Ende sogar noch zum Thriller entwickelt. Zuguterletzt wirft der Film noch die Frage auf, ob man auf dieser Welt tatsächlich nur mit absoluter Rücksichtslosigkeit seine Interessen durchsetzen kann, ob es so etwas wie Moral überhaupt gibt und inwieweit der Zufall in unserer aller Leben eine bedeutsame Rolle spielt.
Fazit: Perfekter Unterhaltungsfilm vom Altmeister Woody Allen, der mit Match Point seine beste Arbeit seit Jahren abgeliefert hat. 9 / 10