Review

Emporkömmling verliebt sich in die blonde Versuchung schlechthin - so knapp zusammengefasst lässt sich "Match Point" durchaus trefflich beschreiben. Um mehr geht es denn eigentlich auch gar nicht, der große Hype um den Woody Allen Streifen kann ich kaum nachvollziehen. Sicher - Scarlett Johansson als verführerische Nola ist mal wieder DER Hingucker schlechthin, aber auch Jonathan Rhys Meyers als Chris und Emily Mortimer als dessen Gattin Chloe spielen ihre Rollen durchaus glaubwürdig und mit Bravour.

Trotzdem fehlt dem ganzen Film der letzte Schliff, ebenso wie die grundsätzliche Bedeutung. Es passiert nicht viel weltbewegendes, fast könnte man sagen ein Film über alltägliche Situationen - lediglich das krasse und konsequente Ende der Beziehung von Chris zu Nola könnte als bemerkenswert empfunden werden, doch fehlen klassische Thriller- oder Krimielemente gänzlich.

Letztlich ergötzen wir uns am durchaus sehenswerten Anblick von Nola und Chris, deren schwierige Beziehung zueinander, die gekonnt ausgedrückten Gefühlswelten der Protagonisten Chris, Nola und Chloe, aber auch die Eltern von Tom und Chloe personifizieren die Upper Class deutlich und nachvollziehbar mit einer gelungenen Mischung aus Misstrauen und Herzlichkeit, je nach Situation menschlich mal mehr mal weniger angebracht.

"Match Point" ist ein Film den man sich mal anschauen kann, aber als unverzichtbarer Bestandteil einer Filmsammlung ist er sicherlich nur für hartgesottene Johansson-Fans zu würdigen.

(5/10)

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