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In Higher Learning geht es um junge Menschen, die versuchen, sich als Erstsemestler an der Columbus University zurechtzufinden.
Unabhängig voneinander müssen sie feststellen, dass es einen nahezu unüberschaubaren Berg von Problemen gibt, mit denen sie fertig werden müssen. Der dunkelhäutige Malik fühlt sich von weißen Skinheads bedroht, Kristin wird auf einer Party von einem Mitstudenten vergewaltigt, und Remy findet einfach keinen Anschluss, wird schnell als Loser abgestempelt und fortan von seinen Kommilitonen ignoriert.
Nachdem jeder, für sich erkennt, dass er nicht bloß das Opfer einer anderen Bevölkerungsgruppe ist, sondern selbst genauso voreingenommen ist, finden die verschiedenen Charaktere irgendwann auf einem gemeinsam ausgetragenen Festival gegen Sexismus, Rassismus und Vorurteile zueinander. Nur auf einen hätten vermutlich alle verzichten können…

Higher Learning ist ein klasse Film. Auf den ersten Blick wirkt er, wie ein Aufguss von Boyz n the Hood, nur nicht im Ghetto sondern auf dem Campus einer Uni, auf den zweiten Blick ist er genau das: Ein sozialkritischer Film, der sehr unterhaltsam daherkommt. Dass er niemals den Kultstatus von Boyz n the Hood erreichen wird, das ist mir bewusst, meiner Meinung nach aber, macht Higher Learning vom Unterhaltungsfaktor her etwas mehr her. Dazu tragen auch und vor allem die hervorragenden Schauspieler bei. Allen voran Laurence Fishburne und Michael Rapaport, die in ihren Rollen wirklich überzeugen, aber auch das restliche Line-up macht überwiegend eine gute Figur und ist vor allem mit reichlich Prominenz besetzt, mit dabei sind Omar Epps, Tyra Banks, Jennifer Connelly, Regina King, Kristy Swanson, Ice Cube und Busta Rhymes – der übrigens eine ganz miese Synchronstimme verpasst bekommen hat. Aber dafür kann er ja nix.
Alles in allem ein überdurchschnittlich guter Film, 8/10.

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