"Die wollen nicht nur ein bisschen stechen, die wollen töten!"
Na dann wissen wir ja bescheid. Durch die Kreuzung unterschiedlicher Bienenarten soll eine Steigerung der Honigproduktion erreicht werden. Und weil sich die Natur derartige Eingriffe natürlich nicht einfach so gefallen lässt, ist die neue Art äußerst aggressiv und attackiert dann auch ohne große Vorwarnung ihre Schöpfer.
Auf einem Bananenboot aus Südamerika kommen die Tierchen pünktlich zu den Mardi Gras Feierlichkeiten in New Orleans an. Klar, dass die Oberen der Stadt jetzt gerade nix von einer Bedrohung durch Mörderbienen wissen wollen und so muss sich eine Handvoll Menschen der gelb-schwarzen Gefahr alleine entgegenstellen...
Die Story wird ohne große Überraschungen und Tempo vorangetrieben und die Bienenaction hält sich bis auf die letzten 20 Minuten ebenfalls in Grenzen. Zwischendurch darf zwar immer mal wieder Einer dran glauben, aber besonders spektakulär oder gar spannend ist das eher selten. Entweder sieht man die Angriffe gar nicht, oder das Ganze wirkt wie beim Ableben des Farmers, eher komisch als angsteinflösend. Wirklich gelungen ist nur die Zeitlupensequenz an der Imbiss-Station.
Etwas blöde dann auch, dass die eigentlich gute und einfache Lösung für das Problem allen Beteiligten erst klar wird, nachdem ein viel komplizierterer Ansatz an besagter Fressbude auf sehr dümmliche Weise schief geht.
Ebenfalls etwas fragwürdig ist die Größe des Bienenschwarms. Mag zwar sein, dass dieser in Wirklichkeit eben nur so groß bzw. klein ist, dass alle Tiere auf ein Autodach passen, aber um als eine ernsthafte Bedrohung für eine Millionenstadt zu funktionieren, ist er viel zu winzig. So wirkt es dann schon etwas lächerlich, wenn die Beteiligten mit den Bienen auf dem Auto durch die City rollen und dabei panische Gesichter machen, im Hintergrund aber riesige Häuser und Straßenzüge zu sehen sind, wo sich die anderen Menschen ganz normal bewegen und von Todesangst mal so überhaupt nichts zu spüren ist.
Da reißt dann auch die insgesamt recht passabele Inszenierung nicht mehr viel raus. Technisch und schauspielerisch gibt es nichts auszusetzen, aber das Drehbuch ist eben einfach nicht so der Bringer. Das Machwerk krankt vor allem an der fehlenden Spannung und wenig aufregenden Tierattacken.
Unter dem Strich bleibt so ein eher mauer 70er Jahre Tierhorrorstreifen mit den genretypischen Versatzstücken. Sicher keine Riesengurke, aber eben auch höchstens Durchschnitt. (4,5/10)