Review

Stilsicher und vergleichsweise "normales" Gangsterdrama von Kevin Chu, dass von der Art der Inszenierung sehr an HUNTING LIST vom gleichen Regisseur erinnert.
Tung musste als Kind mit ansehen, wie seine Eltern ermordet worden sind, verdingt sich dann als Schuhputzer und rettet einem Gangsterboss bei einem Attentat das Leben. Er wird von diesem aufgenommen, und ist auch bei dessen Gegenschlag dabei, wobei er einen Mörder seiner Eltern sieht und diesen erschiesst. Noch als Kind wandert er in den Knast. Nach seiner Entlassung macht er sich zusammen mit dem Sohn seines Ziehvaters auf, das in der Zeit verkommene Imperium wieder aufzubauen.
Sichtlich von Leone's ES WAR EINMAL IN AMERIKA inspiriert - selbes Maintheme, einige übernommene Szenen und das Poster hängt auch in der Wohnung - , verarbeitet der Film die ganzen "Reminiszensen" zu einem eigenständigen und recht gelungenen Werk, dessen teilweise Sprunghaftigkeit durch Gewaltszenen überspielt wird, wobei bei den Shootouts wieder die patentierten Blutfontänen angesagt sind. Unterstützt von einer durchweg guten und prominenten Castriege - die aber mehr oder weniger verheizt wird - und dem allgemein hohen Produktionsstandard gelingen dann auch einige zugegeben typische Dramaszenen, wobei jetzt aber in der kurzen Laufzeit nicht zuviel darauf eingegangen wird.
Beim Showdown wird ebenso wie bei HUNTING LIST wieder einmal 1:1 STATE OF GRACE kopiert, wobei man wieder einmal sieht, dass die Stärken Chu's in der handwerklichen Umsetzung liegen, selber erzählen ist nicht so sein Fall.

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