Nach der recht langen Wartezeit auf die gleichzeitig gedrehten “Return of The Living Dead” Sequels muss ich sagen, das sich das Warten nicht gelohnt hat. Die alten Teile sind zwar bestimmt keine perfekten Filme, konnten mich jedoch durchweg unterhalten und mit dem dritten Film erreichte die Reihe sogar ihren Höhepunkt. Und mit der neuen Zombiewelle, begünstigt durch den Erfiog von Filmen wie dem „Dawn of The Dead“-Remake, standen die Zeichen gut für eine Weiterführung der kultigen Filmreihe die bereits Mitte der 80er ihren Anfang nahm und zu Recht einen kleinen Kultstatus genießt.
Doch was da Back-to-Back in Osteuropa entstanden ist, beschmutzt den guten Namen und enttäuscht beinahe auf der ganzen Linie. Das fängt schon an mit der billigen Optik die nicht eine Sekunde lang den gleichen Charme wie die Vorgänger hat und den Film sofort als rein kommerzielle Direct-to-Video Produktion entlarvt. Auch die Credits zeigen wie wenig der Film zu bieten hat: Kein einziger bekannter Schauspieler findet sich unter den Namen, geschweige denn interessante Gastauftritte. So bleiben nur mäßig talentierte junge Mimen, die in stereotypen und flachen Rollen ohne richtigen Charakter erst gar keine Chance bekommen ihr Können unter Beweis zu stellen. Viel zu infantil wirkt das konfuse Drehbuch, die Story ist uninteressant und ohne Tempo erzählt – das liegt wohl vor allem an der extremen Vorhersehbarkeit. Das betrifft nicht nur die Handlung sondern auch die abgedroschenen Schockeffekte und die billigen Witze. Für einen Trashfilm bietet „Rave to The Grave“ einfach zu wenig Fun und nimmt sich selbst viel zu ernst. Auch der Versuch die Action anzuschrauben scheitert, offensichtlich aus Budgetgründen wirkt jede „spektakulärere“ Szene unheimlich schlecht. Das gilt vor allem für die Explosionen, doch noch nicht einmal die Splattereffekte reissen den Film raus: Zwar fließt eine Menge Blut, doch sämtliche Effekte hat man schon dutzendfach in anderen Vertretern des Subgenres gesehen. Insgesamt ist zwar genug Gore vorhanden, doch das reicht nun mal nicht um wirklich zu überzeugen.
Leider nur 03/10 Punkten
Fazit: Die Erwartungshaltung ganz tief nach unten schrauben und diesen Film nicht mit seinen titelgebenden Vorbildern vergleichen. Dann kann man das fünfte Kapitel der „Return of The Living Dead“-Saga schadlos überstehen.