Inhalt:
Hongkong 1977. Der junge Yang Jian Wen (Sun Chien) ist ein intellektueller Typ aus bürgerlichem Hause..., und er möchte seinen Vater (Lu Ti) stolz machen. So will er denn in den Vereinigten Staaten von Amerika studieren.
Und so kommt es..., Yang erhält den ersehnten Studienplatz in San Francisco.
Derweil ergeht es dem Straßenjungen Tang Dong (Alexander Fu Sheng) weit weniger gut. Er..., der ein exquisites KungFu beherrscht..., legt sich mit dem Gangster Xu Hao (Johnny Wang Lung Wei) an, da er dessen Armbanduhr erlangen will. Xu Hao will ihm diese überlassen, wenn es ihm gelingt, Xu im Kampf zu besiegen. Und Tang gelingt es, Xu zu bezwingen.
Doch nach seiner Niederlage jubelt Xu dem jungen Heißsporn ein kleines Päckchen Kokain unter.
Und die Polizei erwischt Tang mit der Droge..., Tang muss flüchten, und verlässt seinen Großvater (Wong Ching Ho) bei dem er lebt.
Und es gelingt ihm, nach San Francisco in den U.S.A. zu entweichen.
In der Chinatown der u.s.-amerikanischen Metropole kreuzen sich die Wege der beiden Männer. Beide verdingen sich als Küchenhilfe im Restaurant von Chen (Yang Chih Ching), wo Küchen-Chef Ye (Wang Han-Chen) ein strenges Regiment führt, und Chen´s schöne Tochter Lana (Shirley Yu) unnahbar ist.
Beide Männer freunden sich an..., und teilen ein stressiges Berufsleben. Yang um sein Studium zu finanzieren..., Tang um unterzutauchen.
Tang will mit Drogen-Gangstern nichts zu tun haben..., will die attraktive Yvonne (Jenny Tseng) beschützen..., und die Männer von der Dealer-Gang "Green Dragon" ´s (Lo Mang) kassieren erst mal Schläge.
Auf der anderen Seite will Tang ein besseres Leben führen..., und so arbeitet er schließlich für "White dragon" (Kuo Chui aka Phillip Kwok)..., der einige Unterhaltungs-Etablissements führt.
"White dragon" nutzt Tang´s Fähigkeiten..., die Konkurrenz in Person von "Green dragon" und dem mit diesem kollaborierenden Heimkehrer Xu Hao auszuschalten.
Doch auch "White dragon" ist ein Drogen-Gangster..., und Tang wird zum Sicherheitsrisiko, da er die krummen Touren seines Chefs so langsam gewahr wird. Tang wird eine raffinierte Falle gestellt....
Für einen letzten Show-Down müssen Tang und Yang letztendlich ihre Kräfte bündeln...........
Fazit:
"Chinatown kid" ("Der Kung Fu-Fighter von Chinatown") ist ein in seiner Storyline relativ unspektakulärer, fast harmloser Eastern aus der Moderne von Genre-Routinier Chang Cheh im Jahre 1977 für die Studios der Shaw Brothers mit seinem Lieblings-Protégé Alexander Fu Sheng in Szene gesetzt.
Der Streifen lebt von seinen beiden Hauptdarstellern, Alexander Fu Sheng und Sun Chien. Die beiden verkörpern zwei unterschiedliche Typen mit grundverschiedenen Zielrichtungen und Hintergründen. Das spielen die beiden durchaus solide... und sie kontrastieren hier in interessanter Art.
Und Chang Cheh will das ganze auf eine Botschaft hieven..., die da lautet: Bleibt sauber..., tut Gutes.
Sun tut´s eh..., und auch Alexander, der zwar für einen Gangster arbeitet und aus ärmlichen Verhältnissen stammt, steht letztendlich für das Gute.
Etwas konstruiert mündet dies denn in die raue und dynamische KungFu-Action..., wo die finsteren Gesellen denn Saures kriegen. Und auch die beiden verruchten Ladies Shirley Yu und Shaw Yin Yin (als Lo Mang´s Freundin "Sylvia") kommen nicht gut weg.
Das alles wird von Chang Cheh eingebettet in eine zwar stringent und irgendwie sympathisch erzählte aber auch relativ einfache und atmosphärisch harmlos wirkende Story. Die stilisierten villains um Lo Mang, Kuo Chui (aka Phillip Kwok) und deren schmierig-hurig wirkender weiblicher Anhang (Shirley Yu und Shaw Yin Yin aka Siu Yam Yam) sollen das denn noch übertünchen..., gelingt aber nur bedingt.
Sun Chien spielt den Studenten aus solidem Elternhaus ziemlich gut..., man nimmt ihm das ab, eher ein intellektueller Typus mit schwarzer Hornbrille zu sein. Der aber dann zum Ende hin seinen Mann steht.
Alexander Fu Sheng bleibt überwiegend ernsthaft..., da liegt denn seine Stärke..., aber ich hab ihn schon besser gesehen. Der Film als solches ist aber auch nicht all zu sehr auf ihn zugeschnitten, finde ich.
Schauplatz soll die Chinatown in San Francisco sein..., doch bleibt Chang Cheh offensichtlich in Hongkong..., dreht indoor und lässt ganze Boulevards im Studio nachbauen. Das gibt dem ganzen mitunter in diesen Szenen etwas unwirkliches..., aber mit den ansonsten grellen Shaw-Kulissen kann das natürlich atmosphärisch nicht mithalten.
Bleiben noch die Fights..., diese sind rau, hart... und solide choreographiert. Nicht unbedingt hochklassig...., aber diesen Streifen, der nicht zu den allerbesten Chang Cheh´s zu zählen ist, doch noch so ins Ziel bringen, als das man am Ende sich noch gut unterhalten fühlte.
Mehr ein Eastern für "zwischendurch"...., der die 7/10 Punkte nur sehr, sehr knapp von mir erhält.